„Es hat mich immer gefreut, wenn die Leute eine gute Zeit hatten“: Oberbayer schließt seine Kneipe nach neun Jahren

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Ab und zu stand er auch selber auf der Bühne: Peter Wild im April 2024, der seine Zeit als Wirt nun beendet. © privat

Peter Wild beendet seine Zeit als Wirt des „Sowieso Wuid". Zum Abschied gibt es am Freitag ein besonderes Konzert.

Für Peter Wild war es ein Traum, der in Erfüllung ging: „Ich wollte schon immer mal Gastro selber machen.“ Deshalb habe er sich vor etwas mehr als neun Jahren dazu entschlossen, das „Sowieso“ in Peißenberg Sulz zu übernehmen. Die Entscheidung sei damals „ziemlich spontan“ gefallen, erzählt Wild, der seine Kneipe „Sowieso Wuid“ taufte. Auch, wenn er jetzt das Wirtsdasein beendet, die vergangenen Jahre wolle er nicht missen, sagt der Peißenberger. „Es hat mich immer gefreut, wenn die Leute eine gute Zeit hatten.“

Und die hatten die zahlreichen Stammgäste und auch die, die nur sporadisch oder zu bestimmten Veranstaltungen in die Gaststätte kamen, die dort steht, wo einst eine Heilquelle prominente Gäste in die Kur nach Bad Sulz lockte. Neben den vielen Abenden, an denen die Gäste sich in der Bar in gemütlicher Runde trafen, gab es auch unzählige Konzerte mit Live-Musik. Immer wieder legten auch DJs auf.

Konzert und Party

Am kommenden Freitag, 26. Dezember, spielt im Saal des „Sowieso Wuid“ die Band „Monobo Son“ live und anschließend wird eine Abschlussparty gefeiert.

Die Band „Monobo Son“ mit ihrem ganz speziellen Balkan-Brass-Funk und den bairischen Texten von Bandleader, Sänger und Posaunist Manu Winbeck (LaBrassBanda) tritt bereits zum fünften und auch letzten Mal im „Sowieso Wuid“ auf. Ob gefühlvolle Ballade oder fetzig groovender Dancesound – „Monobo Son“ geht in die Beine, in die Hüften und ins Herz, so die Ankündigung. Da das „Sowieso Wuid“ in dieser Form zum Ende des Jahres seine Pforten schließt, ist dieses Konzert auch die offizielle Abschlussparty. Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr.

Insgesamt sei es im „Sowieso Wuid“ inzwischen nicht mehr ganz so wild zugegangen, wie zu Beginn, erinnert sich Peter Wild: „Es hat sich verändert im Laufe der Zeit“. In der Anfangsphase seien zum Beispiel noch Techno-Partys gefeiert worden. Verändert habe sich auch seine Toleranz- und Geduldschwelle, wenn zu viel Alkohol geflossen sei und das dann die gute Stimmung beeinträchtigt habe.

Eine prägende Zeit seien die Jahre gewesen, in denen die Corona-Pandemie das Leben in der Gastronomie auf den Kopf gestellt hat. In diesen Monaten habe er „gemacht, was ging“. Sobald es zum Beispiel möglich gewesen ist, im Freien Konzerte zu veranstalten, habe er ein Open-Air-Konzert organisiert. Und damals seien die Leute spürbar ausgehungert nach Kultur, Live-Begegnungen und Musik gewesen. „Du hast richtig gemerkt, dass es nötig ist, dass wieder was stattfinden kann“, sagt der scheidende Wirt.

Konzert und Abschlussparty

Nach neun Jahren und zwei Monaten schließt der Peißenberger nun seine Gaststätte, für die er der „mit Abstand längste Pächter“ war, wie er sagt. Doch ganz sang- und klanglos geht der Abschied nicht über die Bühne. Es gibt nochmal einen Schlussakkord, der sich hören lassen kann: Am zweiten Weihnachtsfeiertag, am kommenden Freitag, 26. Dezember, spielt im Saal des „Sowieso Wuid“ die Band „Monobo Son“ live und anschließend wird eine Abschlussparty gefeiert.

Es könnte also durchaus sein, dass es wieder einer der wilderen Abende im „Sowieso Wuid“ wird. Und wenn alles gut läuft, dann wird der Freitagabend zu einem der Erlebnisse, die der Grund dafür waren, dass Peter Wild gerne Wirt des „Sowieso Wuid“ war: „Wenn ich gemerkt habe, dass alle gut drauf sind, dann war das einfach total schön.“

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/peissenberg-ort29264/peter-wild-schliesst-das-sowieso-wuid-nach-neun-jahren-94097409.html