Schnee-Alarm in den Alpen: Italien schließt wichtigen Grenz-Tunnel wegen Lawinengefahr

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In Italien sorgt heftiger Schneefall für Weihnachtsstimmung – aber auch große Gefahr auf den Straßen. Ein Grenz-Tunnel wurde jetzt geschlossen.

Turin – Wer zu Weihnachten gerne reichlich Schnee hätte, der sollte über einen Urlaub in Italien nachdenken. Denn besonders der Nordwesten des Landes ist seit einigen Tagen dank reichlich Schneefall in tiefes Weiß getaucht. Doch das führt auch zu Problemen auf den Straßen.

In den West-Alpen sorgen enorme Schneemengen für Lawinengefahr. Ein Grenztunnel zwischen Italien und Frankreich ist geschlossen. © IMAGO / ABACAPRESS // Facebook/Andrea Vuolo

Während einige Skigebiete in Österreich wegen Schneemangels vorübergehend schließen mussten, rieselte der Schnee im Westen Italiens schon in der vergangenen Woche reichlich vom Himmel. Im Skigebiet Prato Nevoso fiel schon um den 18. Dezember knapp ein Meter Neuschnee. Und genau so ging es weiter. Mittlerweile liegt so viel Schnee, dass das Weiß zur Gefahr wird.

Schnee-Alarm in den Alpen: Italien schließt Grenz-Tunnel wegen Lawinen-Gefahr

Besonders auf der französischen Seite der Alpen herrscht offenbar massive Lawinengefahr. Denn nach den starken Schneefällen ist der Tenda-Tunnel, der Italien und Frankreich unterhalb von Cuneo verbindet, in beide Richtungen gesperrt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die ANAS.

Die Sperrung gilt offenbar auf unbestimmte Zeit. Erst, wenn die „volle Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer wiederhergestellt ist“, soll der 3182 Meter lange Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Es ist nicht der einzige Grenzübergang in der Region, der wegen des starken Schneefalls geschlossen werden musste. So soll der Meldung nach auch die Grenze am Colle della Maddalena in der Region Cuneo aktuell in beide Richtungen dicht sein. Auch hier sind Schneefall und eine Lawinen-Warnung der Grund.

Das könnte auch noch einige Zeit so bleiben, denn im Nordwesten Italiens ist weiterer Schneefall angekündigt. Besonders im südlichen Piemont und im westlichen Ligurien werden Schauer erwartet. Oberhalb von 1000-1200 Metern fällt Schnee. Doch die Schneefallgrenze wird laut Rai bereits am Nachmittag vor Heiligabend auf 500 bis 700 Meter sinken.

Gerade in der Region um Cuneo fällt seit 22. Dezember schon wieder ununterbrochen Schnee, wie das Portal il dolomiti berichtet. (Verwendete Quellen: Ansa, Rai, il meteo)

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