"Der Mann hat euch Deutschen doch nichts getan": Leser verteidigen Trump

Die Veröffentlichung der Epstein-Akten heizt die Diskussionen neu an: Im Artikel werden mögliche politische Folgen für Donald Trump und andere US-Prominente beleuchtet, während der Fokus auch auf parteipolitische Konflikte und mediale Wahrnehmungen gelenkt wird. In den Kommentaren stehen sich vor allem zwei Lager gegenüber. Ein großer Teil bezweifelt eine bedeutende Verwicklung Trumps und sieht politische Motive hinter den Vorwürfen, während andere wiederum die mediale Einseitigkeit kritisieren und fordern, auch andere politische Akteure wie Clinton stärker zu beleuchten. Einige Leser richten den Blick auf den politischen Einfluss Trumps oder äußern sich skeptisch gegenüber der Medienberichterstattung.

Skepsis gegenüber Trump-Vorwürfen

Rund 38 Prozent der Kommentierenden äußern Zweifel an den Vorwürfen gegen Donald Trump im Zusammenhang mit den Epstein-Akten. Sie betonen das Fehlen konkreter Beweise und weisen darauf hin, dass Trump selbst mehrfach die Veröffentlichung der Akten gefordert habe. Für viele ist es unverständlich, warum Trump trotz ausbleibender neuer Erkenntnisse erneut in den Fokus rückt. Die Nutzer hinterfragen die Motivation hinter der politischen und medialen Aufmerksamkeit und kritisieren, dass bislang jeder Skandal an ihm abgeprallt sei. Die Kommentierenden beziehen sich dabei klar auf die im Artikel hervorgehobene mögliche Gefahr für Trump, halten diese aber für überzogen.

"Irgendwie kann ich die Denkweise von einigen nicht nachvollziehen. Bereits als Biden Präsident war, hat Trump die Herausgabe und Veröffentlichung der Epstein-Akten gefordert. Sodann versprach er während des Wahlkampfs, die Akten zu veröffentlichen, und hat nun wiederum gefordert, diese freizugeben. Wenn also Trump in irgendeiner Weise in der Causa Epstein involviert wäre, hätte er doch nie diese Forderungen gestellt. Warum man immer und immer wieder gegen Trump agitiert, ist mir ohnehin ein Rätsel. Der Mann hat euch Deutschen doch nichts getan, genauso wenig wie Putin, aber ihr hofiert Selensky, Merz und all die anderen. Das verstehe wer will, ich nicht."  Zum Originalkommentar

"Trump ist bisher nicht mit einer Neigung zu ganz jungen Frauen aufgefallen, Clinton schon. Insofern wäre es eine ganz neue Seite in Trumps ziemlich gut dokumentierter Biografie, wenn er sich von Epstein minderjährige Frauen hätte zuführen lassen."  Zum Originalkommentar

"Ach ja. Das glaube ich erst, wenn es wirklich so ist. Was wurde Trump bislang denn je tatsächlich gefährlich? Da gab es schon so viele Vorwürfe, aber er ist weiterhin ein freier Mann."  Zum Originalkommentar

Kritik an politischer Einseitigkeit

Für 28 Prozent der Leser steht die einseitige mediale und politische Behandlung der Epstein-Akten im Mittelpunkt. Sie kritisieren, dass der Fokus vor allem auf Trump gelegt wird, während andere Akteure, insbesondere Bill Clinton, kaum betrachtet werden. Viele sehen eine bewusste Instrumentalisierung der Akten, um Trump zu schaden, und bemängeln die fehlende Neutralität sowohl in der Berichterstattung als auch im politischen Diskurs. Die Kommentierenden hinterfragen zudem die tatsächliche Relevanz der veröffentlichten Informationen für verschiedene Politiker und erinnern daran, dass parteipolitische Interessen und Medienagenda hier klar dominieren. Der Artikel greift dies mit seiner eigenen Schwerpunktsetzung auf Trump auf, was diesen Kritikpunkt in den Vordergrund rückt.

"Auf den 2-3 Bildchen vor langer Zeit, wo Trump zu sehen ist, sieht das sehr normal aus. Und Trump hat sogar seine Klamotten noch an. Während Clinton da eine Riesenauswahl an Fotos hat, halbnackt in Epsteins Whirlpool, auf einem Gemälde in Frauenkleidern, usw. usf. Der größte Fan von Epstein waren an Prominenten wohl Clinton und der Prinz. Nur darüber schreibt kein Mensch. Warum eigentlich nicht? Die Einseitigkeit kann man gar nicht übersehen, außer man will das. Alles schon erprobt in D, nur in den USA gibt es halt noch keine Einheitspresse, sondern eine unabhängige Presse. Und falsche Artikel wie hier in D. über den Rammstein-Sänger, Kachelmann usw. kosten dann in den USA Millionen an Dollar."  Zum Originalkommentar

"Muss es nicht umgekehrt heißen, für Clinton wird's gefährlich und Trump ist mit betroffen, also genau umgekehrt? Könnt ihr nicht mal unabhängig neutral berichten, wenn schon darüber informiert wird. Wer posierte denn im Damenkostüm oder im Pool?"  Zum Originalkommentar

Kritik an politischem Einfluss Trumps

Zehn Prozent der Leser nutzen die aktuelle Debatte, um den politischen Einfluss Trumps grundsätzlich infrage zu stellen. Die Kommentare vergleichen Trump mit anderen internationalen Politikern wie Putin oder stellen ihn als besonders korrupt dar. Es wird angenommen, dass sein Reichtum und seine Rolle als Politiker zu Machtmissbrauch führen können. Auch mögliche internationale Auswirkungen oder Bilder in der Öffentlichkeit werden kritisch bedacht. Diese Haltung steht im Gegensatz zu den Stimmen, die sich gegen eine Überbewertung der Epstein-Akten als Gefahr für Trump wenden.

"Putin war bisher der korrupteste Politiker, jedoch Trump hat ihn schon eingeholt."  Zum Originalkommentar

"Warum soll der sich in jungen Jahren mit viel Geld nicht für den Größten gehalten haben? Er glaubt es doch mit 80 Jahren immer noch. Mit Reichtum darf man doch alles."  Zum Originalkommentar

Kritik an Medien und Journalismus

Sieben Prozent der Kommentierenden äußern deutliche Kritik am Umgang der Medien mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten. Sie kritisieren die mangelnde Transparenz, Sensationslust und politische Instrumentalisierung der Berichterstattung. Einige ziehen Vergleiche zu anderen Ländern oder fordern mehr Neutralität. Die Kommentierenden nehmen insbesondere Bezug auf die Art und Weise, wie im Artikel die Informationen zu Trump und anderen Politikern vermittelt werden, und wünschen sich eine differenziertere Betrachtung.

""Viele der jetzt veröffentlichten Akten wurden geschwärzt..." - Nur zur Info: Da braucht man nicht in die USA zu blicken, das hatten wir hier auch schon. Wie war das nochmal mit unserem ach so beliebten Wirtschaftsminister und dem Atomausstieg? Ich denke, dieser Schaden war weit größer."  Zum Originalkommentar

Ablehnung von Ablenkungsdebatten

Ebenfalls sieben Prozent der Diskutierenden sehen die Debatte um die Epstein-Akten als Ablenkung von relevanteren Problemen – insbesondere von inneren nationalen Missständen. Sie fordern dazu auf, mehr Aufmerksamkeit auf Themen wie Kinderehen oder spezifische gesellschaftliche Fragen zu lenken. Die Kommentare spiegeln eine Distanzierung von der Trump-Debatte und eine Betonung gesellschaftlicher Selbstkritik wider. Der Artikel wird als Ausdruck einer Prioritätensetzung wahrgenommen, die nicht universell geteilt wird.

"Hier werden Ehen mit 4 Frauen und Kindern für rechtens erklärt. Gerade erst wurden 2. und 3. Frauen aus Afghanistan nach Deutschland eingeflogen, natürlich auf Kosten der Steuerzahler."  Zum Originalkommentar

Sonstige Stimmen

Zehn Prozent der Kommentare lassen sich keinem klaren Lager zuordnen. Diese Nutzer äußern teils unterschiedliche, isolierte Überlegungen zu Umfragewerten, zur parteipolitischen Lage in den USA oder zur allgemeinen Medienberichterstattung. Auch Vergleiche mit deutschen Politikern finden sich in diesen Beiträgen. Es sind lose Gedanken, die das breite Spektrum der Lesermeinungen abrunden.

"51 Prozent lehnen Trump ab. Im Umkehrschluss heißt das, dass 49 Prozent für Trump sind. Das ist ein Wert, wonach deutsche Politiker sich die Finger lecken würden. Glaube, 2/3 der Deutschen lehnen Merz ab."  Zum Originalkommentar

"Das nützt alles nicht, wenn die Demokraten keinen wirklichen Gegenkandidaten aufstellen."  Zum Originalkommentar

Ihr Standpunkt ist gefragt – was zählt wirklich? Diskutieren Sie mit: Ist die Debatte um die Epstein-Akten berechtigt – oder lenkt sie von entscheidenden politischen und gesellschaftlichen Fragen ab? Teilen Sie Ihre Sicht – welche Rolle sollten die Medien, Politiker und die Justiz in solchen Skandalen spielen?

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Die Epstein-Akten können Trump viel gefährlicher werden als bisher gedacht
Jetzt mitreden