„Die Piratenbraut“ feierte vor 30 Jahren Kinopremiere – und entwickelte sich schnell zu einem der größten kommerziellen Flops der Filmgeschichte. Sogar im Guinness-Buch der Rekorde ist der Film als solcher vermerkt. Regie führte damals Renny Harlin, in den Hauptrollen standen Geena Davis, Matthew Modine und Frank Langella.
Trotz eines geschätzten Budgets von bis zu 115 Millionen US-Dollar (ohne Marketingkosten) spielte das Abenteuer weltweit nur rund 10 Millionen US-Dollar ein – ein spektakulärer finanzieller Misserfolg. Schon während der Dreharbeiten lief zudem vieles schief.
Hier ein Tipp: Netflix schenkt einer Serie über Männer in der Midlife-Crisis eine vierte Staffel.
Horrende Kosten und Crew-Streiks: „Die Piratenbraut“ schreibt negative Filmgeschichte
Das Filmprojekt entwickelte sich schnell zu einem wahren Desaster mit weitreichenden Folgen: Die traditionsreiche Produktionsfirma Carolco Pictures ging nach dem Dreh endgültig zugrunde, auch die Karriere von Hauptdarstellerin Geena Davis geriet ins Stocken.
Ursprünglich sollte Michael Douglas die männliche Hauptrolle spielen, doch er sprang ab, als sich Verzögerungen abzeichneten. Matthew Modine übernahm den Part, was den Dreh weiter verzögerte und das Budget zusätzlich belastete.
Regisseur Renny Harlin zeigte sich zudem unzufrieden mit den Sets und ließ große Teile neu bauen – mit horrenden Zusatzkosten. Weitere Probleme folgten: Der Kameramann verletzte sich, sein Ersatz wurde gefeuert und über zwei Dutzend Crew-Mitglieder verließen aus Solidarität das Set. Außerdem änderte Harlin ständig das Drehbuch. Die ursprünglich auf rund 30 Millionen Dollar angesetzten Produktionskosten explodierten dadurch.
Einer erfolgreicher FSK-18-Thriller über "den Mann in der Krise" ist endlich wieder im Stream abrufbar.
Disney verwandelt Flop in „Fluch der Karibik“-Erfolg
Trotz des damaligen Misserfolgs wagten die Disney-Studios nur acht Jahre später einen Neustart des Piratenstoffs – und trafen genau ins Schwarze. 2003 startete „Fluch der Karibik“ und erreichte die Top 4 der Kino-Jahrescharts. Der Erfolg brachte bis heute vier Fortsetzungen hervor und bewies, dass der Stoff durchaus großes Potenzial hatte.
Übrigens: Ab sofort ist ein Kinohit mit Brad Pitt im Stream verfügbar.
Worum geht es in „Die Piratenbraut“?
Im 17. Jahrhundert begibt sich die Piratentochter Morgan Adams auf die Suche nach einem versteckten Schatz, der einst von ihrem Großvater gehortet wurde. Sie muss sich dabei gegen rivalisierende Piraten und skrupellose Gegner behaupten, während sie unerwartet mit dem gerissenen Taschendieb William Shaw zusammenarbeitet.
Gemeinsam navigieren sie durch gefährliche Inseln, stürmische Gewässer und hinterhältige Intrigen, um die Schatzkarte zu vervollständigen und den Schatz zu finden.