Im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger wurde ein bedeutendes Bauprojekt feierlich eröffnet: Die ehemalige Haferhalle aus dem Jahr 1912, errichtet in der damals außergewöhnlichen Stahlskelettbauweise, wurde denkmalgerecht saniert und zu einem modernen Internats- und Lernzentrum umgebaut.
Ohlstadt - Das neue Gebäude umfasst einen großzügigen Lehrsaal, Aufenthaltsräume sowie zeitgemäße Schlafräume für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Überbetrieblichen Ausbildung im Pferdebereich.
Das Bauprojekt wurde mit einem Zuschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung und Mitteln des Freistaats Bayern finanziert und konnte vollständig im Zeit- und Kostenplan abgeschlossen werden. Anton Dippold, Geschäftsführer der Bayerischen Staatsgüter, zeigte sich hochzufrieden:
„Es ist wichtig und richtig, dass wir dieses Gebäude, das im Zentrum des Ensembles von Schwaiganger steht und eine bauhistorische Besonderheit darstellt, durch eine sinnvolle Umnutzung erhalten und zu neuem Glanz geführt haben. Das neue Internat ist ein Paradebeispiel für gelebte Nachhaltigkeit – dafür stehen die Bayerischen Staatsgüter.“
Martin Schöffel, Staatssekretär des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat, der die Festansprache hielt, hob die Bedeutung des Pferdes als Kulturgut hervor und dankte allen Beteiligten für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Schwaiganger steht für ein erstklassiges Bildungsniveau mit bundesweiter Strahlkraft. Landrat Anton Speer unterstrich in seinem Grußwort außerdem die Bedeutung des Gestüts für die Region und den Freistaat Bayern:
„Das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger ist Pferdezentrum, Bildungszentrum und ein unverzichtbarer Pfeiler bayerischer Traditionserhaltung.“ Für den geistlichen Beistand sorgte Pater Tassilo aus der Erzabtei St. Ottilien, der das Gebäude sowie alle zukünftigen Bewohner, Lehrenden und Lernenden segnete und ihnen einen guten Start in den neuen Räumen wünschte.
Ein neues Kapitel für Schwaiganger
Mit der Eröffnung des neuen Internatsgebäudes stärkt das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger seine Rolle als führende Ausbildungsstätte und schafft moderne, nachhaltige Rahmenbedingungen für die kommende Generation an Pferdewirten. Zugleich erweitert das neue Internat das Profil Schwaigangers als eines der wichtigsten Pferdezentren Deutschlands.
Die modernisierten Räume ermöglichen nicht nur zeitgemäße Ausbildungsbedingungen. Sie stärken auch die Attraktivität des Berufs Pferdewirt, der seit Jahren unter Nachwuchsmangel leidet. Durch die Verbindung von historischer Bausubstanz und nachhaltiger Nutzung entsteht ein Ort, der Tradition und Gegenwart verbindet.
Das Gestüt kann damit seine Rolle als Lernort für Pferdezucht, Haltung und Hufbeschlag festigen. Fachlich gilt Schwaiganger seit langem als Zentrum mit bundesweiter Präsenz, das durch die neue Infrastruktur weiter an Bedeutung gewinnt. Für die Region bedeutet dies eine zusätzliche Investition in Bildung, Kultur und den Erhalt eines lebendigen Kulturguts rund um das Pferd.
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