CSU nominiert Amtsinhaber Peter Ostenrieder als Bürgermeisterkandidat in Peiting

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Kein Steuerrad, das er als Rathauschef ja schon in den Händen halte, wie Fraktionsvorsitzender Michael Deibler (li.) erklärte, sondern einen Spaten für „noch hoffentlich viele Spatenstiche“ in den nächsten Jahren bekam Peter Ostenrieder (re.) nach seiner Nominierung überreicht. Mit auf dem Bild Norbert Merk (CSU-Ehrenortsvorsitzender, 2.v.l.) und Stephan Walter (Ortsvorsitzender). © Hans-Helmut Herold

Schon länger hatte Peter Ostenrieder kein Geheimnis aus seinen Ambitionen für eine zweite Amtszeit als Peitinger Bürgermeister gemacht. Nun hat der CSU-Ortsverband den 53-Jährigen auch offiziell zum Kandidaten gekürt.

Peiting – Bereits bis auf den letzten Platz besetzt war der Nebenraum in der Peitinger Gaststätte Dragoner, als der prominenteste Gast des Abends mit einiger Verspätung durch die Tür trat. Kaum hatte sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt neben Peter Ostenrieder und CSU-Landratskandidaten Johann Bertl an den Tisch gesetzt, steckte sich der Peißenberger in einer ersten Amtshandlung den kleinen Herz-Anhänger ans Rervers.

Schon vor sechs Jahren war Ostenrieder mit dem Slogan „Ein Herz für Peiting“ in den am Ende erfolgreichen Wahlkampf um das Peitinger Rathaus gestartet. Dass das Herz des 53-Jährigen für die Marktgemeinde nach wie vor am rechten Fleck sitzt, daran ließ an dem Abend kein Redner Zweifel aufkommen. Vor den zahlreichen Gästen, unter denen der CSU-Ortsvorsitzende Stephan Walter mit Susann Tabatabai-Schweizer und Petra Friebel auch zwei Mitglieder der Grünen-Fraktion im Gemeinderat begrüßen konnte, gab es viel Lob für die Arbeit des Bürgermeisters zu hören.

Der 53-Jährige sei jemand, der mit seinen Ideen etwas voranbringe, das habe man in den vergangenen sechs Jahren eindrucksvoll gesehen, befand Dobrindt. „Großartige Projekte“ wie die Sanierung des Eisstadions seien so umgesetzt worden. „Wenn der Peter anruft, dann hat er immer eine Idee und braucht etwas.“ Ostenrieder sei jemand, der seine Möglichkeiten nutze, man ziehe an einem Strang, betonte er. „Er hat es verdient, in eine weitere Wahlperiode zu gehen“, gab Dobrindt den anwesenden CSU-Mitgliedern mit.

Ostenrieder stehe für Kontinuität und Kompetenz, stimmte auch Bertl in das Loblied ein, dem sich der Ehrenortsvorsitzende Norbert Merk als langjähriger Wegbegleiter anschloss. Vom ersten Tag im Amt an habe Ostenrieder mit „Herzblut, Begeisterung und Tatkraft“ die Geschicke des Marktes in die Hand genommen. Der 53-Jährige sei nicht nur ehrgeizig, durchsetzungsstark und neugierig, sondern auch geradlinig und dabei resolut – was vielleicht nicht jeden freue, aber durch „positive Reibung gute Ergebnisse“ bringe. Gleichzeitig sei er aber auch ein empathischer Mensch, betonte Merk. „Da staunen jetzt viele, aber es stimmt.“ Wer ihm freundschaftlich verbunden sei, wisse, dass man „keinen besseren und treueren Freund und Helfer in der Not haben“ könne.

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Die Lobeshymnen setzten auch Dominik Kochannek (Junge Union) und Beate Fiedler (Frauenunion) in einer Art und Weise fort, dass Ostenrieder selbst dankend von einem „massiven Werbeblock“ sprach, den er da über sich vernommen hatte. An seiner Motivation für eine erneute Kandidatur ließ der 53-Jährige keinen Zweifel. „Ich bin noch heißer auf die kommenden sechs Jahre, als ich es auf die vergangenen war.“ Er stehe für Stabilität, Erfahrung und Tatkraft, betonte der Birkländer und machte deutlich, was er darunter versteht. Es gehe um verlässliche Entscheidungen und nicht darum, jedem Wunsch nachzugeben, sondern den ganzen Ort im Blick zu haben. „Ich trete nicht nur für Sonnenschein an, sondern auch, wenn es regnet und stürmt, gilt es, das Schiff auf Kurs zu halten“, machte er klar.

Ostenrieder zählte einige Erfolge seiner Amtszeit auf, vom Glasfaserausbau über die Sanierung des Freibads, wo man während der Schließung der Einrichtung aus der Not eine Tugend gemacht habe, bis zum Peitingmobil, das ein „absolutes Erfolgsmodell“ sei. Das dürfe man nicht sterben lassen, wie man es von manch einer Seite schon unken höre, sagte er in Richtung der politischen Konkurrenz.

Von Gumpensanierung bis Gewerbegrund

Die dürfte auch aufmerksam verfolgen, welche Vorhaben der Amtsinhaber noch angehen will. Neben der Umsetzung bereits laufender Vorhaben wie dem Hochwasserschutz und dem Bau der drei Bürgerwindräder wolle er sich für eine umfangreiche Sanierung des Gumpens, der einst als Bayerns schönster Dorfweiher gegolten habe, einsetzen, kündigte er an. Weiteren Gewerbegrund zu schaffen, steht ebenso auf der langen Prioritätenliste wie die Stärkung der Ortsmitte, wo auch das Thema Parkplätze eine Rolle spielen werde, blickte er voraus. Als jemand, der auf einem Bauernhof aufgewachsen sei, stehe er zudem hinter den Landwirten, deren Belange in der flächengrößten Gemeinde des Landkreises nach wie vor sehr wichtig seien.

Die anwesenden 29 wahlberechtigten CSU-Mitglieder hat der 53-Jährige an diesem Abend schon einmal überzeugt. Einstimmig votierten sie für seine Nominierung als Bürgermeisterkandidat. Der gab gleich mal die Marschrichtung für die nächsten Monate vor. „Wir starten mit klaren Zielen und einem Herz für Peiting.“