Startrampe stürzt ein: Russischer Raketenstart geht schief

Am vergangenen Donnerstag sind drei Astronauten vom russischen Weltraumhafen Baikonur erfolgreich ins All gestartet. Allerdings wurde die Startrampe für die Sojus-Raketen dabei schwer beschädigt. Videos von Roskosmos zeigen, dass ein Teil der Rampenkonstruktion eingestürzt und in einen Abluftgraben unter der Plattform gefallen ist.

Russland kann jetzt keine Astronauten mehr ins All befördern 

Damit verliert Russland vorerst die Fähigkeit, Menschen ins Weltall und zur ISS zu befördern, denn der Wiederaufbau der Anlage dürfte kompliziert sein. Das Kosmodrom Wostotschny in der ostrussischen Amur-Region, in Grenznähe zu China, auf das Russland ausweichen könnte, ist noch nicht bereit für bemannte Sojus-Starts. Der russische Weltraum-Journalist Vitaly Egorov kommentierte: "Ab heute hat Russland die Fähigkeit verloren, Menschen ins All zu befördern, was seit 1961 nicht mehr vorgekommen ist." "Im schlimmsten Fall könnte dies die Rotation der bemannten Missionen und Frachtflüge zur ISS ernsthaft beeinträchtigen", schrieb der Analyst und Blogger Georgy Trishkin auf Telegram. Demnach können derzeit nur China und die USA Menschen ins All befördern.

Noch keine Angaben zum Ausmaß der Schäden 

Roskosmos bestätigte am Donnerstag gegenüber den staatlichen Medien zwar, dass die Startrampe in Baikonur beschädigt wurde. Zum Ausmaß der Schäden machte die Behörde keine Angaben, teilte jedoch mit: "Der Zustand des Startkomplexes wird derzeit bewertet. Alle notwendigen Ersatzteile für die Wiederherstellung sind verfügbar, und der Schaden wird bald repariert werden."

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