Vorwürfe gegen Liedermacher: Das ist über Konstantin Weckers Privatleben bekannt

Konstantin Wecker, geboren 1947 in München, ist seit mehr als fünf Jahrzehnten eine prägende Stimme der deutschen Liedermachertradition. Seine Karriere begann in den frühen 1970er Jahren, als er zunächst als Pianist und Schauspieler auf Theaterbühnen Erfahrungen sammelte. Schnell machte er sich jedoch einen Namen als Liedermacher, dessen Texte mehr sind als Unterhaltung: Sie sind politisch, sozialkritisch und poetisch zugleich. Klassiker wie „Willy“, „Genug ist nicht genug“ oder „Drunten im Tale“ zählen bis heute zu seinen bekanntesten Hits.

Schwere Vorwürfe gegen Konstantin Wecker: Damals 16-Jährige enthüllt intime Beziehung.

So tickt Konstantin Wecker privat

Konstantin Wecker war zweimal verheiratet: von 1980 bis 1988 mit der Schauspielerin Carline Seiser. Am 3. Februar 1996 schloss er die Ehe mit Annik Berlin (alias Annik Wecker), mit der er zwei Söhne hat.

Im Juni 2013 gaben Wecker und Annik ihre Trennung bekannt, blieben aber laut eigenen Angaben freundschaftlich verbunden. Über die Beziehung zu seinen Kindern sagte er 2015 zu dem Radiosender FFH: „Wenn wir bedingungslos lieben könnten, wäre vieles einfacher. An den Kindern lernt man es am ehesten. Bei mir war es so.“ In Beziehungsfragen sei das schwerer. „Es wäre toll, auch da zu sagen: egal, was du machst, wohin dein Weg dich führt, ich habe mich entschieden, dich zu lieben.“

Konstantin Wecker mit Annik (2010)
Konstantin Wecker mit Annik (2010) IMAGO / Revierfoto

Konstantin Weckers Suchtgeschichte: Alkohol und Drogen

Ein zentrales und lange verborgenes Thema in Konstantin Weckers Leben war seine Sucht. In Interviews und seiner Autobiografie berichtet er von Jahren intensiver Abhängigkeit: Alkohol, Kokain und andere Rauschmittel begleiteten ihn durch dunkle Phasen. Er schildert, dass er in den 1990er Jahren regelmäßig mehrere Gramm Kokain pro Tag konsumierte – und dass dies ihn physisch und psychisch massiv belastete.

Über seinen Ausstieg sagt er heute: Er sei seit einigen Jahren nüchtern. Für ihn war der Weg zur Klarheit nicht nur physisch: „Ein Hauptgrund war spiritueller Art, der andere war meine Familie, der ich nicht mehr Angst machen wollte“, sagt er im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“.

Konstantin Weckers gesundheitliche Probleme

In den letzten Jahren hat sich Weckers körperlicher Zustand verändert. Er berichtet von einer neurologischen Erkrankung, die ihn inzwischen daran hindert, Klavier zu spielen. Seiner Ansicht nach seien die Nervenprobleme in seinen Händen eine Folge des jahrelangen Alkoholmissbrauchs: „Ich bin der festen Überzeugung, dass der ständige Konsum des Nervengifts Alkohol erst zu meiner Erkrankung führte.“ 

Für Konstantin Wecker, der alle November-Konzerte absagte, ist der Verlust des Klavierspielens emotional besonders schmerzlich, weil es für ihn immer eine Art Meditation war.