Bei einem Infoabend stellt die Gemeinde das neue Brotbackhaus vor und lädt zur Vereinsgründung am 8. Dezember ein.
Angefeuert mit Holz, Temperaturen bis 450 Grad, Platz für 28 Brote: So lauten einige Kenndaten des Holzbackofens, der jetzt im Brotbackhaus der Gemeinde Hebertshausen installiert wurde. Am Montag wurde schon einmal zur Probe angeschürt und der Ofen den Interessierten vorgestellt, die auf Einladung der Gemeinde zu einem Infoabend ins Rathaus gekommen waren.
Im Sitzungssaal erläuterte Bürgermeister Richard Reischl den knapp 30 Teilnehmern den aktuellen Stand des Projekts und die nächsten Schritte: Das Backhaus, erstellt von der Gemeinde ohne finanziellen Aufwand, nur mit Spenden und der Arbeitszeit von Bauhofmitarbeitern, soll künftig nicht von der Verwaltung organisiert werden. Vielmehr ist geplant, dieses Projekt an engagierte Bürger zu übergeben. Dafür brauche es eine Struktur, „ohne Verein geht nichts“, sagte Bürgermeister Reischl, der schon einmal die Satzung des Brotback- und Räuchervereins Eck (Gemeinde Jetzendorf) als Muster mitgebracht hatte.
Zwei Positionen im Vereinsvorstand noch offen
Ein Verein benötigt einen Vorstand, drei Personen, die sich da engagieren würden, seien schon bekannt, so der Rathauschef. Auch er selbst werde als „großer Fan des Brotbackhauses in der Vorstandschaft persönlich mitwirken“. Aber noch fehlen Schriftführer und Beisitzer. Diese Positionen zu besetzen, konnten sich einige der Anwesenden vorstellen. Die offizielle Gründungsversammlung findet am Montag, 8. Dezember, statt.
Danach soll zu Jahresbeginn 2026 eine Fahrt zur Herstellerfirma des Brotbackofens nach Heiligkreuztal (Baden-Württemberg) organisiert werden für eine praktische Einführung. Anschließend werde der Betrieb des Brotbackhauses langsam starten, „mit einem gemeinsamen Backtag“. Noch aber gibt es am Backhaus Restarbeiten zu erledigen. Fenster und Türe kommen im Dezember, die Elektrik wollen Rathauschef Reischl und zweiter Bürgermeister Martin Gasteiger, beide von Beruf Elektriker, in Eigenregie erledigen.
Sobald das Haus fertig ist, seien die Optionen vielfältig, das führte der Bürgermeister beim Treffen ausführlich aus. Vereinsmitglieder werden das Backhaus „buchen“ können zum Backen, es soll Brotbackkurse geben, Schule und Kindergärten werden das Brotbackhaus nutzen können. Auch wer nur zusammensitzen, aber nicht backen möchte, wird als Mitglied des Brotbackvereins das Gebäude für einen kleinen Stammtisch oder Treff mit Freunden nutzen können. Das Brotbackhaus wird ein gemeindliches Gebäude bleiben, das dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Für die Organisation soll ein Online-Buchungssystem eingerichtet werden.
Schon beim diesjährigen Christkindlmarkt am Samstag, 6. Dezember, wird es einen Testbetrieb geben, dann soll Flammkuchen aus dem Brotbackofen verkauft werden.
Weitere Nachrichten aus der Region Dachau lesen Sie hier.