Nach der Derby-Pleite gegen Regensburg ist 1860 München zurück in der Spur. Auch der TSV Aubstadt begeisterte Löwen-Trainer Markus Kauczinski.
Aubstadt – Die Fallhöhe vor dem Spiel war riesig. Man möchte sich nicht ausmalen, was passierte wäre, hätte der TSV 1860 München in Aubstadt verloren. Entsprechend wichtig bewertete 1860-Trainer Markus Kauczinski den 4:0-Sieg im Pokal.
„Jeder der 1860 München kennt, der weiß, dass viele Fans da sind, dass hohe Erwartungen da sind und dass auch schon andere bei so einem Spiel mal gescheitert sind“, sagte der Löwen-Trainer nach dem Spiel. „Wir hatten Respekt, weil Aubstadt eine Mannschaft ist, die auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielt.“
1860-Trainer Kauczinski lobt Gastfreundschaft des TSV Aubstadt
Aubstadt, die Macht im Grabfeld, ist seit 2019 fester Bestandteil der Regionalliga Bayern. Doch die Unterfranken überzeugten nicht nur sportlich. „Wir sind hier unheimlich nett empfangen worden. Auch wenn es ein Pflichtspiel war, haben uns zahlreiche Menschen mit freundlichen Gesichtern und einem herzlichen Hallo begrüßt. Vielen herzlichen Dank dafür“, sagte Kauczinski nach dem Spiel und sorgte kurz darauf für Lacher.
Als ihn Aubstadts Pressesprecher nach dem Spiel fragte, wie oft er zuvor den Namen Aubstadt gehört hatte, antwortete Kauczinski trocken: „Noch nie. Null, muss ich ehrlich sagen – aber ich behalte euch in guter Erinnerung.“
Nach Pokalsieg gegen Aubstadt – 1860 München erwartet Angstgegner in der 3. Liga
Wohl auch, weil seine Löwen nach der 0:4-Schmach im Derby gegen Regensburg lieferten. „Das hat uns sehr, sehr gewurmt und das hat man der Mannschaft heute angemerkt“, sagte Kauczinski, der insgesamt zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft war. Zwar ließ 1860 die frühen Chancen noch liegen, sorgte aber in der zweiten Hälfte für klare Verhältnisse. „Nach dem 2:0 ließen bei Aubstadt die Kräfte und der Glaube nach. Uns hat das geholfen.“
Den Glauben beim TSV 1860 gilt es nun weiter aufrechtzuerhalten. Im Pokal steht die nächste Hürde erst im Frühjahr an. Bis dahin heißt es Drittliga-Alltag. Nach dem Testspiel am Dienstag gegen den 1. FC Passau empfangen die Löwen den 1. FC Saarbrücken im Grünwalder Stadion – mit schlechten Vorzeichen. Den letzten Heimsieg der Löwen gegen Saarbrücken gab es 2006 in der 2. Bundesliga. In der letzten Saison gab es in der 3. Liga zwei Pleiten gegen den FCS. (btfm)