Einblick ins Oberland Hospiz: Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in Bad Wiessee

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Feierlich eröffnet: Hospiz-Geschäftsleiter Alexander Daxenberger (2.v.r.) begrüßte die Helfer der ersten Stunde: Klaus Fresenius (l.) sowie den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Tegernsee, Peter Janssen (r.) mit Ehefrau Ursula Janssen. © Ingrid Versen

In Bad Wiessee wurde das Oberland Hospiz am Löblweg 4 eröffnet. Die Marion von Tessin-Stiftung initiierte das Projekt zur würdigen Palliativversorgung.

Bad Wiessee – Auf dem großformatigen Foto im Eingangsbereich des Oberland Hospizes in Bad Wiessee wird an Marion von Tessin erinnert. Die Künstlerin pflegte ihre an Demenz erkrankte Schwester Ingeborg bis zu ihrem Tod. Diese Erfahrung veranlassten sie, 2013 ihre Stiftung zu gründen.

In Bad Wiessee baute die Marion von Tessin-Stiftung das Oberland Hospiz für würdige Palliativversorgung, das jüngst feierlich eröffnet wurde. Betreiber ist die Oberland Hospiz gGmbH. Mit im Boot ist der Hospizkreis Miesbach und der Förderverein Oberland Hospiz.

Vergangene Woche fanden neben der offiziellen Eröffnungsfeier auch zwei Tage der offenen Tür am Wiesseer Löblweg 4 statt, in Sichtweite zum Tegernsee. Jeweils sechs Stunden lang hatte die Landkreisbevölkerung die Möglichkeit, sich bei bestens organisierten Führungen jeden Raum des neuerbauten Hospizes in Augenschein zu nehmen.

Neues Hospiz am Tegernsee feierlich eröffnet

Dabei wurden auch Einblicke in die Arbeit des Pflegepersonals gegeben. Tief beeindruckt von der liebevoll gestalteten Einrichtung zeigte sich auch Peter Rosner (77), der 22 Jahre als Heimleiter das Caritas-Altenheim St. Anna in Holzkirchen leitete. Die Räumlichkeiten des Oberlandhospizes spiegeln den Leitgedanken des Erbauers wider: dem Gast in der verbleibenden Zeit ein erfülltes Leben zu ermöglichen.

Die Gestaltung vereint Komfort und Geborgenheit, um den Gästen eine angenehme und würdevolle Zeit im Hospiz zu ermöglichen. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume des stationären Hospizes, wobei alle Gästezimmer gleich ausgestattet und barrierefrei sind. Die gemütlichen, klimatisierten Einzelzimmer sind mit Pflegebett, Rufanlage, Telefon, Wlan, Flachbildfernseher und Musikanlage ausgestattet. Persönliche Gegenstände tragen zur heimeligen Atmosphäre bei.

Barrierefreie Einzelzimmer, Räume der Begegnung und Stille

Ergänzt wird dieses Angebot durch den Raum der Begegnung, der den Austausch und gemeinsame Zeit ermöglicht, sowie durch den Raum der Stille, der für Moment der Besinnung und Ruhe sorgt, aber auch Möglichkeit zum Klavierspielen gibt. Die liebevoll gestaltete, höhenverstellbare Pflegebadewanne, erreichbar mit dem eigenen Bett, bietet pflegerische Maßnahmen auf respektvolle Weise.

Je nach Wunsch, mit eigenem TV an der Wand, können die Gedanken auf die Reise gehen, wozu das großformatige Naturbild an der Wand seine Wirkung nicht verfehlt. In der modernen Küche wird jeden Tag mit viel Liebe und Sorgfalt gekocht, wobei Sonderwünsche aus der Kindheit gerne erfüllt werden. Die großen Fenster bis zum Boden bieten die Möglichkeit, mit dem eigenen Bett die eigene Terrasse zu erreichen, um die frische Bergluft zu genießen.

Als Geschäftsführer und Leiter der Einrichtung wurde der 32-jährige Alexander Daxenberger gewonnen, wobei Jutta Weigel für die Pflegedienstleitung verantwortlich ist. Zum Start am Montag (3. November) wird die segensreiche Einrichtung zunächst aber nur zwei bis sechs Gäste aufnehmen. Zwölf Menschen am Ende ihres Lebensweges sollen in dem Hospiz einmal zeitgleich betreut werden können. Interessierte können weitere Infos auf der neuen Homepage abrufen.

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