Der Wirtschaftsausschuss befürwortet 30 000 Euro für das Projekt, das sich veränderten Konsumtrends und dem Leerstand widmen soll.
Bad Tölz – Viel „Business as usual – alles wie immer“ im Jahresbericht der Tölzer Wirtschaftsförderung und des City-Managements. Im Ausblick auf das Jahr 2026 wurde es dann doch spannend. Darin kündigte Sandra Herrmann an, dass das Einzelhandelskonzept für die Stadt Bad Tölz im kommenden Jahr überarbeitet werden soll.
„Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert“
Der Vorgänger wurde im Oktober 2014 auf den Weg gebracht. Herrmann: „Die Rahmenbedingungen haben sich seitdem grundlegend verändert.“ Das Kunden- und Konsumverhalten sei nach der Corona-Pandemie und mit Themen wie dem Online-Handel anders geworden.
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Man müsse das Thema Handel neu denken. Dazu brauche es nicht nur ein Konzept mit vielen Zahlen, „sondern auch Ideen, was wir tun, um den Handelsstandort Bad Tölz zu stärken und auszubauen“. Herrmann nannte dies den „Masterplan Innenstadt“. Wie gehe man zum Beispiel mit den Leerstandsflächen um? Dazu müssten etwa Hausbesitzer, Händler und Unternehmerverein eingebunden werden. Ins Gespräch mit den Hausbesitzern zu kommen, sei aber eher schwierig, räumte Herrmann ein. Man habe das auf Wunsch des Gremiums schon versucht und eher Skepsis geerntet.
Externe Unterstützung nötig
Das Einzelhandelskonzept soll wie 2014 wieder mit der „CIMA Beratung & Management GmbH“ erarbeitet werden, die in München einen Standort hat. Die externe Unterstützung sei nötig, sagte Herrmann und bezifferte den finanziellen Aufwand für Konzept und Masterplan auf zusammen rund 30 000 Euro. Die Ausschussmitglieder stimmten der Summe vorbehaltlich dem Votum des Finanzausschusses zu.
Ergebnis soll bis zur Jahresmitte vorliegen
Willi Streicher (SPD) hatte eine Nachfrage. Er sehe die Summe von 30 000 Euro nicht kritisch, hingegen aber den Ablauf. Ein Masterplan könne ja nicht gleichzeitig mit dem Einzelhandelskonzept erarbeitet werden. Sandra Herrmann stimmte dem durchaus zu. Sie habe geplant, dass bis zur Jahresmitte das Ergebnis der CIMA zum Einzelhandelskonzept vorliegen soll. Anschließend solle das Projekt Masterplan starten.