Fünf Dinge, die Italiener beim Essen anders machen

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Essen als Alltagszeremonie, wie hier im Piemont bei einer Pizza.
Essen als Alltagszeremonie, wie hier im Piemont bei einer Pizza. © IMAGO/kai koehler

In Deutschland ist Essen oft Teil des Zeitplans. In Italien ist Essen kein Punkt auf der Liste, sondern eine fast schon feierliche Zeremonie.

In Italien geht es beim Essen nie um Zeitdruck, sondern um den Moment – und dabei vor allem um den Genuss. Der liegt im Essen, aber auch in guter Gesellschaft und unterhaltsamen Gesprächen, einem schönen Ambiente. Fünf Dinge, die Italiener beim Essen einach anders machen, wie la-bella-vita.club schreibt:

1. Der Anlass zählt – und die Kleidung auch

Zum Essen zieht man sich – dem Anlass entsprechend – eher „festlich“ an. Ob am Meer in einer einfachen Trattoria oder in Mailands edlem Restaurant – man richtet sich her, als würde es um etwas Wichtiges gehen. Nicht aus Eitelkeit, sondern aus Wertschätzung. In Italien ist das Abendessen kein Nebenschauplatz, sondern Hauptprogramm. Niemand käme auf die Idee, in Jogginghosen und Turnschuhen aufzutauchen.

2. Der Tisch ist Teil der Bühne

Ein Platz ist in Italien nicht einfach frei. Man wartet, bis der Kellner einlädt – ein leises Prego, ein Nicken, und der Abend kann beginnen. Das hat nichts mit Etikette zu tun, sondern mit Respekt. Jeder Tisch gehört zum Haus, und jedes Essen ist ein kleiner Auftritt, der erst beginnt, wenn die Bühne frei ist. Und dabei ist es egal, ob es sich um einen Schicki-Micki-Food-Tempel oder eine kleine Strandbude handelt.

Essen mit fixen Zeitslots – in Italien absolut unvorstellbar: hier ist Mangiare Genuss ohne Druck.
Essen mit fixen Zeitslots – in Italien absolut unvorstellbar, wie hier in Polignano a Mare. © IMAGO/Nano Calvo / VWPics

3. Kein Abendessen mit Stoppuhr

Restaurants mit festen 90-Minuten-Zeitslots zum Essen wie in deutschen Großstädten? In Italien unvorstellbar. Essen dauert, so lange es dauert. Niemand eilt, niemand schaut auf die Uhr. Nach dem Essen kommt noch ein Espresso, dann vielleicht noch einer und manchmal auch noch ein Grappa hinterher. Der Abend hat sein eigenes Tempo.

4. Gespräche über das, was schmeckt

In Italien spricht man beim Essen über Essen. Über das, was man gestern gegessen hat, über das, was man morgen kochen möchte, über die Sauce der Großmutter, die niemand so hinbekommt. Es ist eine endlose Schleife aus Genuss, Erinnerung und Vorfreude – und sorgt vielleicht dafür, dass alles noch besser schmeckt.

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5. Ein gemeinsamer Schlussakkord

Getrennt zahlen? In Italien undenkbar. Wenn das Essen endet, legen alle in der Mitte zusammen, der Kellner kassiert einmal – fertig. Es ist der stille Beweis, dass das Mahl ein gemeinsames Erlebnis war. Der Abend endet, wie er begonnen hat: miteinander. Essen ist in Italien kein Pflichttermin, sondern ein Ritual aus Genüssen. Die beste Bühne ist hier oft ein gedeckter Tisch.

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