Rund 400 Johanniter beteiligten sich an Bayerns erster landesweiter Katastrophenschutzübung auf dem Gelände der Feuerwehrschule.
Geretsried – Etwas Schreckliches ist passiert. Zahlreiche Verwundete treffen per Zug ein. Hunderte Rettungskräfte nehmen die Verletzten in Empfang und versorgen sie. Was nach einer schlimmen Katastrophe klingt, war zum Glück nicht echt. Bei dem Szenario handelt es sich um eine Großübung, die die Johanniter zusammen mit der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk auf dem Gelände der Staatlichen Feuerwehrschule abgehalten haben. Von dem Training Anfang Oktober berichtet Tobias Aigner, Mediensprecher der Johanniter-Unfall-Hilfe, in einer Pressemitteilung.
Großübung in Geretsried: Johanniter und Bundeswehr proben Ernstfall
Unter dem Motto „ZusammenStark2025“ fand die erste bayernweite Großübung der drei Hilfsorganisationen statt. An der Zivilschutzübung auf dem Gelände der Feuerwehrschule beteiligten sich rund 400 Johanniter. Sie übten die Versorgung und Verlegung von Verwundeten, die mit dem Zug eintreffen.
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„Wollen in jeder Situation optimal helfen“
„Die Johanniter sind als Hilfsorganisation im Spannungs- und Verteidigungsfall für solche Aufgaben mit zuständig“, wird Alexander Hameder in der Mitteilung zitiert. Er ist im Johanniter-Landesverband Bayern für die strategische und fachliche Ausrichtung des Bevölkerungsschutzes und des Rettungsdienstes zuständig. „Hinzu kommt unser Grundsatz der Hilfe von Mensch zu Mensch – wir wollen in jeder Situation optimal helfen können. Auch wenn wir uns natürlich aus ganzem Herzen wünschen, den geübten Ernstfall nie erleben zu müssen.“
Oberstes Ziel der Übung war es, Erfahrungen zu sammeln. „Wir wissen nun besser, wo wir unsere Helfenden noch schulen müssen und wie sich das Zusammenspiel mit externen Partnern weiter optimieren lässt“, so Hameder.
Alexandra Reinhart, Regionalvorständin der Johanniter Oberbayern, zeigt sich in der Mitteilung ebenfalls beeindruckt von der Leistung der Einsatzkräfte. „Wir danken auch herzlich unseren Verletztendarstellern, Simulationsführern, Übungsbeobachtern und Helfern, die bereits im Vorfeld bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstützt haben.“ Nicht vergessen dürfe man diejenigen, die über diese Tage den Regelbetrieb und die Einsatzbereitschaft in Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz aufrechterhalten haben und deshalb nicht an der Übung teilnehmen konnten.
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Auch der Bevölkerungsschutz zählt zu den Aufgaben
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Zu ihren Aufgaben zählen seit ihrer Gründung neben dem Rettungs- und Sanitätsdienst auch Bevölkerungsschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung.