Immer wieder werden Menschen bei schweren Unfällen an der B11a verletzt. Die Unfallkommission möchte nicht länger zusehen. Jetzt wird umgebaut – und Autofahrer müssen sich auf Veränderungen einstellen.
Wolfratshausen - An der B11a kommt es immer wieder zu Unfällen. Besonders oft an der Einfahrt auf Höhe des McDonalds-Restaurants. Dort sorgen die Linksabbieger, die in den doch recht flotten Verkehr auf der Bundesstraße einfädeln wollen, oft für gefährliche Situationen. Zwar ist in dem Bereich der Einfahrt an der Pfaffenrieder Straße das Tempo auf 60 km/h begrenzt, immer noch häufen sich an dieser Stelle allerdings die Einsätze für die Rettungskräfte. Nun wird nachgebessert – und für die Autofahrer einiges umgestellt.
Seit 2006 kam es in dem Bereich laut Polizei zu 112 Unfällen
Zum November wird das Abbiegen in Richtung Geretsried von der Pfaffenrieder Straße aus nicht mehr möglich sein. Das teilt das Staatliche Bauamt Weilheim in einem Schreiben mit. Diese Entscheidung hat die Unfallkommission des Landkreises in enger Abstimmung mit der Stadt Wolfratshausen getroffen. In diesem Gremium kommen Mitglieder des Staatlichen Bauamts, der Unteren Verkehrsbehörde, des Landratsamts und der örtlichen Polizei zusammen. Die Kommission „beobachtete die Unfalllage an dieser Stelle schon seit mehreren Jahren genau“. Seit dem Jahr 2006 gilt der Kreuzungsbereich als Unfallhäufungsstelle. Bemessen wird das jeweils in Zeiträumen von drei Jahren. In fünf dieser Perioden ereigneten sich dort so viele Kollisionen, dass das Gebiet im Vergleich mit anderen Knotenpunkten als Häufungsstelle galt. In den vergangenen 19 Jahren verzeichnete die Polizei 112 Unfälle an der Einmündung. Bei 50 davon wurde mindestens eine Person verletzt.
Eine Ampel hätte die Leistungsfähigkeit gemindert
Eine Ampel an der Kreuzung zu installieren, hat man laut dem Staatlichen Bauamt geprüft. Allerdings verwarfen die Entscheidungsträger diesen Gedanken schnell – denn „dann wäre die Leistungsfähigkeit der Einmündung nicht mehr gegeben“. Was sich bei einer genaueren Auseinandersetzung mit den hohen Unfallzahlen zeigte, waren die Verkehrsströme, die an den Kollisionen beteiligt waren.
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In mehr als der Hälfte der Fälle waren die Linksabbieger verantwortlich, die von der Pfaffenrieder Straße in Richtung Osten – also nach Geretsried – fuhren. Die Kommission kam zum Schluss, das Linkseinbiegen baulich zu unterbinden. An der Ausfahrt von der Pfaffenrieder Straße geht‘s dann nur noch in Richtung der Autobahn 95 beziehungsweise nach Münsing.
Wer aus dem Gewerbegebiet nach Waldram oder Geretsried möchte, muss künftig über die Tapsi-Kreuzung aus Königsdorfer und Pfaffenrieder Straße fahren. In den kommenden Wochen werden Wegweiser aufgestellt, um die Verkehrsteilnehmer auf die neue Situation hinzuweisen. „Die Unfallkommission erhofft sich durch diese Maßnahme eine deutliche Reduzierung der Unfallzahlen und die damit einhergehende Erhöhung der Verkehrssicherheit.“