Der Kreisverkehr an der Waldbrunner Straße in Grasbrunn heißt jetzt „Le Rheu Kreisel“. Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) und Amtskollegin Chantal Pétard-Voisin enthüllten die Tafeln.
Grasbrunn – Der Kreisverkehr an der Waldbrunner Straße in Grasbrunn heißt jetzt „Le Rheu Kreisel“. Umrahmt von Grasbrunner Bürgern und bretonischen Gästen wurde der Kreisel umbenannt. Die Bürgermeister Klaus Korneder (SPD) und Chantal Pétard-Voisin enthüllten die Tafeln.
Der Vorschlag, den Kreisel in „Le Rheu“ zu benennen, kam von Ingrun Wagner, die Jahrzehnte dem Partnerschaftskomitee vorgestanden hatte. Die Gemeinde hatte lange darum gekämpft, denn offiziell darf kein Kreisel im Bereich des Straßenbauamtes Freising einen Namen tragen. Darum stehen die beiden Schilder nun auch etwas abseits auf dem Gehweg und sind nicht direkt am Kreisel platziert. Auf beiden ist das Foto des Rathauses der bretonischen Partnergemeinde Le Rheu zu sehen und der Hinweis auf die seit 1974 währende Partnerschaft mit der 1150 Kilometer entfernten Gemeinde bei Rennes.
Weltmeister der Kreisverkehre
„Angeblich haben die Franzosen den Kreisverkehr erfunden und sind darin heute Weltmeister neben England und Italien“, sagte Korneder. „Wenn die Franzosen neben Rotwein und Baguette etwas wirklich können, dann sind das Kreisverkehre.“ Der Kreisel in Grasbrunn sei nun das Symbol für die seit 50 Jahren währende Freundschaft zwischen Grasbrunn und Le Rheu. Dies bestätigte auch seine Amtskollegin Pétard-Voisin. „So ein Kreisverkehr verlangsamt den Verkehr und macht es für Fußgänger und Radfahrer deutlich sicherer. Gleichzeitig ist dieser Kreisverkehr, der nach unserer Gemeinde benannt ist, eine große Ehre für uns und das Symbol für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Frankreich sowie die sehr gute Partnerschaft unserer beiden Gemeinden.“
Der Krieger- und Soldatenverein, der TSV Grasbrunn, die Edelweißschützen und die Freiwillige Feuerwehr aus Grasbrunn hatten zur Umbenennung Fahnen-Abordnungen geschickt. Dazu spielte die „Kirta Blos’n“ aus Neubiberg; Pfarrer Gereon Sedlmayr gab seinen Segen.