Zum sechsten Mal in Folge hatte es Initiator und Kurator Horst W. Wendland am letzten Juli-Wochenende geschafft, die kleine Unterallgäuer Gemeinde Frickenhausen im Günztal in den Fokus der europäischen Skulpturen-Kunstszene zu stellen.
Frickenhausen – Im und rund um das Dorfgemeinschaftshaus sowie im Gelände und der angrenzenden Galerie Wendland trafen sich an drei Tagen mehr als 2.000 Kunstinteressierte aus dem gesamten süddeutschen Raum und dem angrenzenden Ausland, um die Werke von acht renommierten Künstlern zu bewundern und zu kaufen.
In diesem Jahr konnte der Allgäuer Skulpturen-Sommer sogar mit einer kleinen Dali-Sonderschau an einen weiteren weltberühmten Künstler erinnern.
Mit Stefanie von Quast, Jürgen Batscheider, Nicos W. Dettmer, Silvio Ukat, Christoph Traub, Josef Lang und Horst W. Wendland stellten sieben Bildhauer mit jeweils umfangreichen Ehrungen, Auszeichnungen und Kunstpreisen aus. Ihre Werke aus verschiedenen Materialien wie Metall, Holz oder Stein glänzen allesamt mit großer Ausdrucksstärke, so Bürgermeister Reiner Rößle bei der Begrüßung der Künstler.
Mit dem Frankfurter Klaus Schneider gab Kurator Wendland seiner bereits bewährten Tradition folgend wieder einem besonderen Künstler Raum, sich zu präsentieren.
Die Sonderschau mit Grafiken und Kleinplastiken des berühmten spanischen Künstlers Salvador Dali wurde durch die Zusammenarbeit mit der „Teddy Art Gallery“ aus Budapest ermöglicht. Alle gezeigten Werke sind von einem Experten für grafische Arbeiten der Ungarischen Nationalgalerie zertifiziert.
Gegenüber dem Memminger KURIER erzählte Horst W. Wendland, dass er den Budapester Galeristen im Urlaub auf Gran Canaria kennen und schätzen lernte. Bei der Eröffnung der Kunstschau ehrte Dieter Rehm, der ehemalige Präsident der Akademie der bildenden Künste in München, Dali als einen Künstler, dessen Bestreben es war, die Welt des Grauens und Unterbewusstseins darzustellen. Rehm lobte in seiner Laudatio Kurator Wendland dafür, dass es ihm gelungen sei, „einen so besonderen Dialog und Austausch mit den Künstlern“ zu schaffen.
Mit dem gewählten Ausstellungsformat gelinge es ebenso, die Hemmschwelle der „heiligen Hallen“ der Museen und Galerien deutlich zu senken und so den Dialog zwischen Künstlern und Besuchern leicht zu ermöglichen. Wendland gelang es erneut, mit Hilfe von Förderern und eigenen Mitteln, den Ausstellungsbesuch bei freiem Eintritt zustande zu bringen. Immerhin handele es sich bei den dreidimensionalen Objekten um eine der ältesten Ausdrucksformen der Menschheit.
In den vergangenen Jahren konnte die dreitägige Ausstellung immer wieder einen Besucherrekord von zuletzt etwa 2.500 Besuchern vermelden. Das war in diesem Jahr anders: Nach der gut besuchten Vernissage am Freitagabend mit über hundert Besuchern riss der Besucherzustrom am Samstag wegen des Sturzregens jäh ab.
Der Sonntag lockte dann wieder die gewohnte Zahl an Kunstinteressierten. Horst W. Wendland und die Künstler waren auch in diesem Jahr mit der Ausstellung und dem Verkauf der Werke zufrieden. Infos zu den Lebensläufen der diesjährigen Künstler sind unter allgäuer-skulpturen-sommer.de zu finden.
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