Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe möchte die Gemeinde Oberschleißheim beim Weiterbetrieb ihres sanierungsbedürftigen und defizitären Hallenbads unterstützen.
Karlsfeld – Die Gemeinde Karlsfeld will die Gemeinde Oberschleißheim beim Weiterbetrieb ihres Hallenbads helfen. Wie Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend mitteilte, müsse Oberschleißheim ihre Preise erhöhen. Für die drei betroffenen Schulen in Karlsfeld, die nach Oberschleißheim zum Schwimmunterricht fahren, bedeutet dies circa eine Verdopplung der Kosten von 20 000 auf 40 000 Euro. Kolbe regte an, diese Kosten in den Haushalt einzupreisen. „Das sollte es uns wert sein“, erklärte er. Kolbe zufolge wäre es „sehr wichtig, dass unsere Kinder nach Oberschleißheim fahren können“.
Hallenbad Oberschleißheim vor dem Aus: Karlsfeld will helfen
Da Karlsfeld sein Hallenbad verloren hat, sind die Grundschule an der Krenmoosstraße, die Verbandsgrundschule München-Karlsfeld sowie die Mittelschule Karlsfeld nun auf das Hallenbad in Oberschleißheim angewiesen. Doch diesem drohte dasselbe Schicksal wie der Schwimmhalle in Karlsfeld. Es ist marode und ebenfalls ein Minusgeschäft. Der Gemeinde Oberschleißheim fehlt ebenso wie Karlsfeld das erforderliche Geld – für eine Sanierung, einen Neubau oder überhaupt für den Weiterbetrieb. Schon am 1. April könnte das Hallenbad schließen, wenn die Rettung nicht gelingt, hieß es.
Das sollte es uns wert sein.
Gute Nachrichten für Grundschulen in Karlsfeld
Vor wenigen Tagen fand ein Treffen der Bürgermeister statt – darunter auch Stefan Kolbe und Haimhausens Bürgermeister Peter Felbermeier. Wie Bürgermeister Kolbe im Ausschuss mehrmals betonte, wolle er signalisieren, dass Karlsfeld bereit sei, mehr für den Schwimmunterricht der Karlsfelder Grundschülerinnen und Grundschüler zu zahlen, um damit der Nachbargemeinde beim Hallenbadbetrieb finanziell unter die Arme zu greifen. „Dann können wir uns nicht vorwerfen, nichts getan zu haben.“
Wie sich in der gestrigen Sondersitzung des Gemeinderats in Oberschleißheim herausstellte, ist das Hallenbad der Gemeinde dank einer privaten Spende des Unternehmerpaars Ulrike und Helmut Schreiner in Höhe von 500.000 Euro vorerst gerettet. „Damit sind für das laufende Jahr 2026 die Betriebskosten gesichert“, wie die Gemeinde Oberschleißheim auf ihrer Facebook-Seite Dienstagabend verkündete.
An der zugesagten finanziellen Unterstützung der Gemeinde Karlsfeld wird sich nichts ändern, teilt Bürgermeister Kolbe auf Nachfrage mit. „Wir werden die Gelder auf alle Fälle in unseren Haushalt einstellen.“