Nachbarschaftshilfe Fraunberg unterstützt alleinerziehende Mutter

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Wertvolle Hilfe: Dagmar von Fraunberg, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Fraunberg (r.), unterstützt Michaela B. mit einer Spende von Licht in die Herzen. © Friedbert Holz

Michaela B. erkrankte an Brustkrebs und musste ihre Söhne versorgen. Die Nachbarschaftshilfe Fraunberg hilft ihr nun finanziell.

Fraunberg – Wenn eine alleinerziehende Frau wie Michaela B., Mutter von Luca (7) und Louis (10), plötzlich an Brustkrebs erkrankt und eine lange Leidensphase durchleben muss, verändert sich das Leben enorm. Mittlerweile kann die 41-jährige Schwäbin aus Ulm, die seit 16 Jahren mit ihrer Familie in Fraunberg wohnt, zwar wieder arbeiten und mit etwas Hoffnung in die Zukunft schauen. „Doch ohne die Hilfe meiner tapferen Söhne, meiner Eltern und vor allem meiner Freundinnen hier im Ort hätte ich diese schwere Zeit wohl nicht geschafft“, blickt sie heute dankbar zurück.

Wenn die finanzielle Lage Sorgen bereitet

Und sie freut sich auch darüber, dass Dagmar von Fraunberg, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Fraunberg, ihr etwas finanzielle Unterstützung aus Mitteln des Leserhilfswerks „Licht in die Herzen“ der Heimatzeitung zukommen lassen will. „Ich kann zwar wieder beim Malteser-Hilfsdienst Erding arbeiten, bin beim Menü-Service und beim Fahrdienst dabei. Doch das Geld reicht gerade für das Nötigste, zumal meine Buben in der Wachstumsphase sind – so schnell, wie Kleidung und Schuhe zu klein werden, kann ich gar nicht schauen“, schildert sie ihre aktuelle finanzielle Lage. Auch die Beträge für Steuer und Versicherung für ihr Auto, die Anfang des Jahres anstehen, bereiten ihr viel Kummer.

Per Zufall habe sie einen Knoten in ihrer Brust bemerkt und gleich reagiert. Daher rät sie jungen Frauen, sich schon früh um die Vorsorge zu kümmern und nichts auf die lange Bank zu schieben. Sie selbst sei froh, eine erste Diagnose ernstgenommen und sich professionell behandeln lassen zu haben. „Trotzdem war‘s eine schwere Zeit, nicht nur für mich, sondern vor allem für meine Kinder.“ Denn aufgrund von einigen Chemotherapien, Bestrahlungen und letztlich einer Operation war sie oft unterwegs, musste schauen, dass die Söhne versorgt waren, kümmerte sich sogar noch um zwei Pflegekatzen.

Sie ist froh, dass die Kinder, die in die Ganztagsschule nach Maria Thalheim gehen, diese Phase gut weggesteckt haben. Während ihrer Erkrankung habe sie immer versucht, den Ernst der Lage etwas weg zu lachen, um es ihnen nicht zu schwer zu machen. „Und trotzdem merke ich, dass sie etwas anhänglicher geworden sind. Ich selbst ziehe Kraft aus meinem Beruf, denn auch ich kann jeden Tag Menschen helfen, die es schwer haben. Das relativiert mein Schicksal ein wenig.“

Doch Michaela B. ist kein Einzelfall, wie Dagmar von Fraunberg berichtet. Zwar sei die Zahl der insgesamt 130 Einzeleinsätze im laufenden Jahr etwas gesunken, wie beispielsweise Fahrten zum Arzt, zur Physio-Behandlung oder zum Krankenhaus und auch Besuchsdienste bei Senioren oder Einkaufshilfen.

Dafür hätten die vielen Ehrenamtlichen der Nachbarschaftshilfe jedoch andere Aktionen stärker gefördert. „Neben dem Mittagstreff im Pfarrheim Maria Thalheim, der sehr gut läuft, haben wir dort auch einen Spielenachmittag ins Leben gerufen. Er kommt bei den Menschen ebenfalls gut an, und wir hoffen, dass wir bald eine eigene Teestube im sanierten Jagahaus hinter dem Gemeindezentrum eröffnen können.“

Kleine Entschädigung für Ehrenamtliche

Mit Geldspenden, wie etwa von „Licht in die Herzen“, würden aber erst einmal Bedürftige in der Gemeinde mit Lebensmittelgutscheinen bei regionalen Händlern unterstützt, „und wir geben unseren Gruppenleitern, die sich für viele Mitbürger bei unterschiedlichen Aktionen enorm einsetzen, etwas Geld als kleine Aufwandsentschädigung. Und als Anerkennung für deren Engagement, das sich materiell gar nicht entlohnen lässt“.

Licht in die Herzen

Das Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger unterstützt unverschuldet in Not geratene Bürger im Landkreis und die Arbeit der Nachbarschaftshilfe Fraunberg. Spenden sind auf das Konto (Nummer 17111) bei der Sparkasse Erding möglich. Kontoinhaber: Zeitungsverlag Oberbayern. IBAN: DE54 7005 1995 0000 0171 11. Ab 300 Euro werden auf Wunsch Spendenquittungen ausgestellt. Dies vermerken Sie bitte mit Ihrer Adresse auf dem Überweisungsträger. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Wer dies nicht wünscht, vermerkt es bitte ebenfalls auf der Überweisung.