- Der vollständige Artikel von Michael Ehlers, auf den sich die folgende Kommentar-Analyse bezieht, ist hier verfügbar: Nach der Empörung über den Gottschalk-Auftritt sollten wir uns alle hinterfragen
Während viele Kommentatoren seinen Humor und die Spontaneität einer vergangenen Fernseh-Ära verteidigen, fordern andere ein Ende seiner öffentlichen Präsenz und beklagen Alterserscheinungen oder fehlende Sensibilität. Deutlich wird zudem die Kritik an einer aus Sicht vieler überzogenen Empörungskultur und der Rolle der Medien bei der Skandalisierung. Gleichzeitig stehen Skepsis an Gottschalks Entschuldigung und der Vorwurf der Respektlosigkeit gegenüber Frauen zur Diskussion. Die Kommentare spiegeln einen Generationenkonflikt und unterschiedliche Vorstellungen von gesellschaftlicher Toleranz wider.
Stimmen zu Gottschalks Auftritt und Alter
Einige Leser empfinden Gottschalks Auftritt als unangemessen oder peinlich. Häufig wird sein Alter als Faktor genannt, der seine Leistungsfähigkeit und Relevanz einschränkt. Einige Kommentatoren fordern seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit oder sehen ihn als überfordert an. Die Debatte berührt auch die Frage, ob ältere Moderatoren noch zeitgemäß sind und wer die Nachfolge übernehmen sollte.
"Ich finde Thomas grandios. Leider ist er etwas in die Jahre gekommen und das Alter verändert in jedem etwas, aber er ist einfach immer toll gewesen." Zum Originalkommentar
"Warum wird Herr Gottschalk überhaupt noch eingeladen? Seine Zeit ist vorbei. Ich bin Jahrgang 49. Früher habe ich ihn gerne gesehen. Er soll mit seinem seltsamen Geschwätz aufhören, zu Hause seine Frau damit beglücken. Es ist nur noch peinlich." Zum Originalkommentar
"Wann sagt ihm das jemand mal, dass seine Zeit abgelaufen ist? Alles, was er jetzt noch macht, ist meistens daneben und man merkt, dass er inzwischen auch überfordert ist. Ein Grund, sich Sendungen welcher Art auch immer anzuschauen, ist er nicht mehr!" Zum Originalkommentar
"Ich bin nur einige Jahre älter als Herr Gottschalk. Habe ihn früher auch gerne gesehen. Aber seine Zeit ist vorbei. In meinem Bekanntenkreis möchte ihn niemand mehr sehen. Er nervt und überschätzt sich." Zum Originalkommentar
Kritik an Empörungskultur und Medien
Außerdem wird die heutige Empörungskultur und Medienberichterstattung kritisch betrachtet. Kommentatoren beklagen eine Überempfindlichkeit, schnelle Verurteilungen und das Ausnutzen von Fehlern für Klicks und Aufmerksamkeit. Die Debatte umfasst auch die Frage, ob öffentliche Figuren zu streng beurteilt werden und ob die Gesellschaft zu wenig Nachsicht zeigt. Es wird diskutiert, ob Empörung als moralische Währung dient und wie sich das auf den Umgang mit Fehlern auswirkt.
"Solange wir damit fortfahren, jedes Wort und jede Geste auf die Goldwaage zu legen, verlieren wir zuerst den Überblick und dann die Menschlichkeit. Was bleibt, ist eine überkorrekte Karikatur von Menschlichkeit und Toleranz, getragen von purer Oberflächlichkeit." Zum Originalkommentar
"Wir leben in einer Welt der "Sprachschiedsrichter", die sich selbst gleich noch zum "Sprachscharfrichter" aufspielen. Nur ein falsches Wort und deshalb kommt sofort die Empörungswelle und die Existenzvernichtung. Der Kommentar ist gut, versucht aber die Welt der völlig überzogenen politischen Korrektheit meiner Meinung nach zu sehr in Schutz. Wer Gottschalk nicht mag, kann einfach umschalten. Ich werde bei Gottschalk weiter einschalten, auch wenn er mal fahrig improvisiert ist und gerade weil er spontan nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt. Vielleicht bin ich einfach auch ein Relikt aus früherer Zeit. Wenigstens haben die "Mumien" Spaß, statt moralischer Überlegenheit." Zum Originalkommentar
"Gute Güte, ein lakonisch dahingeworfener Satz. Zu Zeiten von Wetten, dass haben die Leute noch verstanden, dass so was natürlich nicht ernst gemeint ist und hätte gelacht. Nicht überschwänglich, aber immerhin. Was ist nur aus uns geworden… Wobei: Ich habe mich – zumindest was solche Zoten angeht – nicht verändert. Ich halte die heute ebenso gut aus wie vor 30 Jahren." Zum Originalkommentar
"Diese Berufsbetroffenen und Dauererregten, die sich daran ergötzen, wie sie die asozialen Medien, Hexenverbrennungen gleich, zur Schlachtung alter Stars nutzen, widern mich an. Besoffen vor Selbstgerechtigkeit rufen sie dazu auf, Herrn Gottschalk das Recht auf Auftritte zu entziehen und ihn in die Vergessenheit zu versenken. Diese selbsternannten Richter sind durch die Bank wenig erfolgreiche „TikToker“ und ähnliches Volk, das hier Chancen auf ein wenig Öffentlichkeit wittert. Armselig!" Zum Originalkommentar
Zustimmung zu Gottschalks Humorstil
Einige Leser verteidigen Gottschalks Humor und Auftreten als Ausdruck einer anderen Zeit und eines anderen Kommunikationsstils. Befürworter sehen ihn als authentischen Unterhalter, der bewusst Grenzen auslotet und sich nicht an heutige sprachliche Sensibilitäten anpassen muss. Kritiker der Empörungskultur werden als überempfindlich oder „Sprachpolizei“ bezeichnet. Die Debatte dreht sich um den Wert von Spontaneität versus Achtsamkeit in der heutigen Kommunikation.
"Gottschalk ist ein Showmaster aus einer anderen Zeit. Sein Agieren vor der Kamera folgt anderen Regeln als heute. Er muss nicht woke sein und sich an heutige "Regeln" halten. Wenn man das gewollt hätte, wäre eine andere Person auf der Bühne gestanden. Cher kann damit umgehen, sie kommt aus der gleichen Zeit und kennt Gottschalk mit seinem speziellen Humor von früher. Von dem her ist alles so, wie es sein soll. Wem das nicht passt, soll sich weiter auf Instagram und Netflix vergnügen." Zum Originalkommentar
"Gottschalk war schon immer anders. Er sagt Sachen, die sonst keiner sagt. Ich finde das amüsant. Die ewige Sprachpolizei geht mir dagegen auf die Nerven." Zum Originalkommentar
"Gottschalk war nie ein Misanthrop, ein Misogyner, ein Misowasweißich, er ist ein freundlicher, leicht grenzüberschreitender Unterhalter, jemand, der niemals verletzen will, der es im Gegenteil regelmäßig schaffte, eine warme, charmant-zwischenmenschliche Atmosphäre zu schaffen, wie kein anderer. An die Jungen: Wer selbst schon mal gelacht hat, weiß, dass Humor etwas mit Grenzüberschreitung zu tun haben könnte, es kommt halt, wie gesagt, auf Kontext und Absicht an." Zum Originalkommentar
"T. Gottschalk spricht schon immer, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Und das ist gut so. Es gibt eben heutzutage immer mehr Menschen, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als irgendwelche Fehler bei anderen zu suchen und dann kräftig drauf rumzutrampeln. Die Zeit, in der wir leben, ist nicht mehr schön. Wir konnten früher noch lachen, genießen und auch mal über was hinwegsehen. Mir tun diese Menschen heute leid, die das gar nicht kennen und sich daran ergötzen, wenn mal wieder einer was „falsch“ macht und nun von der Meute in Grund und Boden gestampft wird. Was für ein armes Leben! Ich halte es da wie Heino: „Denen haben sie doch ins Hirn gesch….“" Zum Originalkommentar
Skepsis gegenüber Gottschalks Entschuldigung
Hier wird Gottschalks Entschuldigung und sein Verhalten während des Auftritts kritisch hinterfragt. Einige Kommentatoren vermuten, dass er nicht bei voller geistiger oder körperlicher Verfassung war (z.B. unterzuckert, berauscht oder verwirrt). Es wird diskutiert, ob seine Fehler auf altersbedingte Einschränkungen zurückzuführen sind oder ob die Entschuldigung ausreichend ist. Die Debatte berührt auch die Frage, wie viel Nachsicht bei öffentlichen Figuren angemessen ist.
"Vielleicht musste er wieder hungern vor der Sendung - Karina macht ja auf "gesund und mager". Nur unterzuckert - oder volltrunken - kann es zu einem solchen Aussetzer kommen." Zum Originalkommentar
"Es geht nicht um den Satz, es geht darum, dass unser geliebter Tommy eventuell angetrunken oder mit THC berauscht die Bambi-Verleihung durchstehen konnte." Zum Originalkommentar
"Es gab 2 Cher auf der Bühne, eine echte und das Double, und das hat ihn etwas verwirrt, er dachte, versteckte Kamera." Zum Originalkommentar
"Gottschalk wirkte an diesem Abend fahrig, verhaspelt, fast ein wenig verloren im Licht. Diese Einschätzung habe ich nach seinem letzten Auftritt bereits gelesen." Zum Originalkommentar
Kritik an Gottschalks Umgang mit Frauen
Dieser Cluster fokussiert die Diskussion um Gottschalks Aussage zur einzigen Frau, die er ernst genommen habe. Kritiker sehen darin eine Abwertung anderer Frauen, insbesondere der Frauen in seinem Umfeld. Es wird hinterfragt, ob die Aussage respektlos oder unangemessen war. Die Debatte umfasst auch, wer sich berechtigt fühlen darf, sich zu empören, und wie persönliche Beziehungen in der öffentlichen Wahrnehmung bewertet werden.
"Beschweren könnte sich seine Frau sowie die Frauen aus seinem Umfeld, die es tatsächlich wert sind, ernst genommen zu werden. Wer das im Einzelnen ist, bleibt seiner Einschätzung überlassen und nicht den Empörten, die sich angesprochen fühlen." Zum Originalkommentar
"Zumindest die Mutter seiner Kinder sowie die jetzige Ehefrau dürften sich zurückgesetzt fühlen. Insofern verstehe ich einige Kommentare hier nicht." Zum Originalkommentar
"Naja, ich finde den Spruch auch nicht wirklich witzig, aber empören sollte sich doch, wenn überhaupt, nur eine der Frauen in seinem Leben." Zum Originalkommentar
"Warum war sein Satz ein Fehler, es ist seine Meinung und das müssen andere akzeptieren. Es steht ihnen einfach nicht zu, ständig über alles zu richten." Zum Originalkommentar
Sonstige Stimmen
Kommentare, die nicht eindeutig zuordenbar sind oder mehrere Themen gleich stark berühren; oft unspezifische, gemischte oder kontextarme Beiträge.
"Frage: Darf Thomas Gottschalk denn nicht seine Meinung sagen?" Zum Originalkommentar
"Gottschalk endet für Ältere, wie die Neubauer etc. für Jüngere beginnt. Die Frage ist, was besser ist. Publiziert gehören beide nicht. Das Niveau dieser beiden sollte lustig sein. Sind beide nicht." Zum Originalkommentar
"Was müssen sich Prominente alles anhören, wenn man sich die einzelnen Kommentare zu Gemüte führt. Es wird ja immer behauptet, dass die Prominenten zu hoch bezahlt werden. Mittlerweile habe ich dafür vollstes Verständnis; denn dabei noch seine gute Laune behalten, ist verdammt harte Arbeit!" Zum Originalkommentar
"Es gibt ja auch keine wirklichen Probleme in diesem Land." Zum Originalkommentar
Ist Gottschalk Opfer übertriebener Empörung? Teilen Sie Ihre Perspektive und bringen Sie Ihre Erfahrungen und Erwartungen an Unterhaltung ein!