Kalabrien zeigt sich fernab touristischer Klischees – mit stillen Buchten, historischen Städten und Landschaften zwischen Küste und Hochland.
Kalabrien bildet den südlichsten Teil des italienischen Festlands und ist geprägt von landschaftlichen und kulturellen Kontrasten. Die Region eignet sich ideal für einen Urlaub in Italien und erstreckt sich zwischen dem Tyrrhenischen sowie dem Ionischen Meer, dazwischen liegen bergige Landschaften, kleinere Städte und traumhafte Küstenorte. Dazu gehören die Stadt Tropea mit seiner besonderen Lage über dem Meer, das nahegelegene Capo Vaticano oder das Fischerdorf Scilla. Im Überblick zeigen wir fünf wunderschöne Orte Italiens, die Sie in Kalabrien nicht verpassen dürfen.
Küstenstadt Tropea
Hoch über dem Tyrrhenischen Meer liegt Tropea, eine markante Küstenstadt in Kalabrien. Die Altstadt thront auf einer steilen Felsklippe und bietet Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser. Enge Gassen, kleine Piazze und historische Palazzi prägen das Stadtbild. Zu den architektonischen Höhepunkten zählt die normannische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und die Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Isola, die auf einem hervorstehenden Felsen über dem Strand steht.
Für Reisende ist Tropea ein praktischer Ausgangspunkt für Badeurlaub und Ausflüge entlang der sogenannten Costa degli Dei – der „Küste der Götter“. Der feinsandige Strand liegt direkt unterhalb der Altstadt und ist bequem über mehrere Treppen zu erreichen. Wer es ruhiger mag, findet in der Umgebung kleinere Buchten. Darüber hinaus können Urlauber per Fähre einen Tagesausflug zu den Äolischen Inseln unternehmen. Dabei handelt es sich um eine vulkanisch geprägte Inselgruppe, die mit spektakulären Landschaften, schwarzen Stränden und dem aktiven Vulkan Stromboli überzeugt.
Wer Lust auf mehr Meer hat, findet zum Beispiel auf Sardinien spannende Urlaubsziele. Noch mehr Reiseideen gibt es mit einigen der schönsten Stränden Europas im Überblick.
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Badebucht in Capo Vaticano
Capo Vaticano liegt nur wenige Kilometer südlich von Tropea und gehört zu den markanten Küstenabschnitten Kalabriens. Charakteristisch sind die steilen Felsklippen, das klare Wasser und die kleinen, teils schwer zugänglichen Buchten, die vor allem in den Sommermonaten Ziel für Badegäste sind. Vom Aussichtspunkt am Leuchtturm bietet sich ein weiter Blick über das Tyrrhenische Meer, bei klarem Wetter bis zu den Äolischen Inseln. Im Vergleich zu Tropea sind hier deutlich weniger Touristen unterwegs.
Die Umgebung ist überwiegend ländlich geprägt, mit Olivenhainen, kleineren Landwirtschaftsbetrieben und wenig dichter Bebauung. Wer sich für regionale Küche interessiert, findet in der näheren Umgebung einfache Lokale, in denen oft mit lokalen Produkten gekocht wird – darunter frischer Fisch, hausgemachte Pasta und Gerichte mit Peperoncino, der scharfen Paprikasorte, die in Kalabrien vielerorts Verwendung findet.
Fischerviertel in Scilla
Im äußersten Südwesten Kalabriens an der tyrrhenischen Küste liegt Scilla, nur wenige Kilometer von der Straße von Messina entfernt. Der Ort gilt als ein historisch und landschaftlich markanter Punkt der Region. Besonders prägend ist das alte Fischerviertel Chianalea, in dem die Häuser unmittelbar ans Wasser gebaut sind. Oberhalb von Scilla thront das Castello Ruffo, eine Festung mit Blick auf das Meer, die nicht nur historisch bedeutsam war, sondern auch eine strategisch wichtige Lage an der Meerenge markierte.
Scilla ist in zwei getrennte Bereiche geglidert: das historische Chianalea auf der einen Seite und der größere Strandabschnitt Marina Grande auf der anderen. Im Sommer lohnt sich ein Besuch bei dem Strand für eine Abkühlung. Auch Bootsausflüge entlang der Felsküste oder in Richtung der nahegelegenen Costa Viola lassen sich organisieren. Kulinarisch steht Scilla vor allem für Schwertfischgerichte, die traditionell zubereitet werden und in den kleinen Lokalen direkt am Wasser serviert.
Neben Kalabrien gibt es zahlreiche weitere traumhafte Regionen in Italien zu erleben. Dazu gehört Ligurien, die Region Emilia-Romagna, die Toskana und auch Apulien mit ihrer faszinierenden Naturschönheit. Im Norden Italiens liegt der Gardasee, umgeben von einer besonderen Bergkulisse. Etwas weniger bekannt, aber dafür genauso schön, ist der Lago Maggiore im Piemont. Hier werden Besucher von den Borromäischen Inseln verzaubert.
Cosenza beim Nationalpark Sila
Cosenza liegt im nördlichen Kalabrien, am Übergang zwischen den Bergen des Nationalparks Sila und der flachen Küstenregion. Die Stadt gilt seit dem Mittelalter als kulturelles Zentrum der Region. Besonders sehenswert ist die Altstadt, die sich entlang des Hangs des Flusses Crati erstreckt. Enge Gassen, historische Kirchen, einer römisch-gotischen Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert und die Überreste der Normannenburg Castella Svevo prägen das Stadtbild.
Im Kontrast dazu steht der modernere Teil der Stadt: Hier befinden sich Einkaufsstraßen, Cafés und eine Brücke vom Architekten Santiago Calatrava. Cosenza ist auch ein guter Ausgangspunkt für Touren in den nahegelegenen Nationalpark Sila. Dort finden Urlauber Hochwälder und Seen. Der im Jahr 1997 gegründete Park erstreckt sich über ein weitläufiges Hochplateau sowie bietet riesige Schwarzkiefern, die rund 400 Jahre alt sind und eine Höhe von mehr als 40 Metern erreichen können.
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Badebucht Camina
Die Badebucht Caminia liegt an der Ionischen Küste Kalabriens, zwischen Soverato und Stalettì. Eingerahmt von steilen Felswänden ist die Bucht geschützt und zählt zu den landschaftlich reizvollsten Strandabschnitten der Costa degli Aranci. Der Sand ist fein und hell, das Wasser klar und türkisfarben – bei ruhiger See bietet die Bucht ideale Bedingungen zum Schwimmen und Schnorcheln. Wegen der geografischen Lage in einer natürlichen Senke ist der Strand windgeschützt und das Meer in der Regel ruhig.
Ein besonderer Punkt der Bucht ist die Scoglio della Torre, ein kleiner Felsen im Wasser mit den Überresten eines historischen Wachturms, der einst zur Küstenverteidigung diente. In der Nähe befindet sich zudem die Grotta di San Gregorio Taumaturgo, eine kleine Höhle mit religiöser Bedeutung, die in der lokalen Überlieferung als Rückzugsort des Heiligen Gregor galt. Kajaks und Tretboote können vor Ort gemietet werden, um die Höhle zu erreichen.