Glückliche Schwimmer: Badefloß im Freizeitgelände St. Alban ist da!

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Getestet und für optimal empfunden: Bauhof-Leiter Martin Holzschuh, Bürgermeisterin Sandra Perzul, Ingo Odinius von der Wasserwacht und Gemeinderätin Miriam Anton (rechte Seite, v.l.) bekamen Lob von den jungen Badegästen (linke Seite). © Roettig

Gerade noch rechtzeitig vor Ferienbeginn ist das lang ersehnte Badefloß im Freizeitgelände St. Alban angekommen. Kaum war es von Bauhof und Wasserwacht mit zwei Ankerketten befestigt, wurde es schon von eifrigen Schwimmern in Beschlag genommen.

Dießen/St. Alban – Obwohl der Marktgemeinderat schon im Mai letzten Jahres sein Okay für Anschaffung gegeben hatte, konnte man erst nach der „wasserrechtlichen Gestattung“ durch das Landratsamt Landsberg die verbindliche Bestellung aufgeben. Nach der Lieferung der Kunststoff-Pontons waren die Dießener Bauschlosserei Rohm und der gemeindliche Bauhof in den letzten Wochen damit beschäftigt, aus den Würfeln als Basis ein stattliches Schwimmfloß zu bauen. Als „eine gelungene Eigenkreation in bester Handwerksqualität“ lobte Bauhof-Chef Martin Holzschuh das drei Tonnen schwere Floß bei der offiziellen Abnahme durch Bürgermeisterin Sandra Perzul. Ingo Odinius von der Wasserwacht Dießen hatte sie zusammen mit den Gemeinderäten Thomas Höring (Freie Wähler) und Miriam Anton (Grüne) per Boot zum Floß geschippert.

Plastik-Pontons beim Badefloß St. Alban stoßen anfangs auf Widerstand

Selbst Miriam Anton war äußerst angetan von dem Floß, das sie in dieser Version seinerzeit verhindern wollte („Kein Plastik in den Ammersee!“). Die grüne Fraktion hatte die Bezeichnung „Hybrid-Floß“ wohl missverstanden, wollte zusammen mit der CSU per Antrag die Kunststoff-Pontons trotz verbindlicher Bestellung rückabwickeln und auf ein reines Holzfloß umswitchen – was der Gemeinderat mit 21:3 Stimmen abschmetterte. Denn ein reines Holzfloß in der Größe von 20 Quadratmetern würde bis zu acht Tonnen wiegen. Die vorgeschriebene Entnahme aus dem See über den Winter sei teuer, aufwendig und nur mit einem Spezialkran möglich. Ebenso das wieder Einsetzen im Frühsommer. Außerdem würden die Pontons als Auftriebskörper benötigt.

Kunststoff-Pontons Badefloß St. Alban
Die Kunststoff-Pontons als Unterbau und Auftriebskörper des neuen Schwimmfloßes waren bei den Grünen im Gemeinderat zunächst unerwünscht. © Roettig

Die Holzummantelung der Kunststoff-Pontons mit druckimprägnierten Kiefer-Brettern haben fachkundige Mitarbeiter des Bauhofs selbst gefertigt, wofür sie die Bürgermeisterin ausdrücklich lobte. Sie dankte auch der Freiwilligen Feuerwehr Dießen, die das fertige Floß mit einem Spezialkran in den Mühlbach als Ammersee-Zufluss gehoben und mit ihrem Boot nach St. Alban geschleppt hat. Dort wurde es in Höhe der Wasserwacht-Station mit zwei fünfzehn Meter langen Ankerketten befestigt. Genau 65 Meter vom Ufer entfernt und in einer Wassertiefe von 1,80 Metern, So wie es das Landratsamt vorgeschrieben hatte.

In den nächsten Tagen wird es noch etwas nach Norden versetzt. Die Gesamtkosten des Floßes inklusive Badeleiter belaufen sich auf ca. 20.000 Euro.

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