Stagnierende Zahlen waren Thema bei der Bürgerversammlung in Rammingen

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Rammingens Kämmerer Christian Schöffel hat die Finanzen fest im Griff. © Stefan Raab

Rund 100 Ramminger Bürger waren dieses Jahr zur Bürgerversammlung ins Gasthaus Stern gekommen, um sich über die Aktivitäten in der Gemeinde zu informieren.

Rammingen – Als Erstes durfte Christian Schöffel das Wort ergreifen. Der Kämmerer berichtete, dass sich die Gemeinde auf weniger rosige Zeiten einstellen müsse. Das Haushaltsvolumen habe in 2023 zwar 4,1 Millionen Euro betragen und läge im laufenden Jahr derzeit bei 3,8 Millionen Euro, jedoch sei „mit stagnierenden Zahlen zu rechnen“. Das liege zum einen daran, dass die Personalkosten mit 1,2 Millionen Euro stark angestiegen seien, und zum anderen mache sich die Kreisumlage von 1,1 Millionen Euro in 2024 negativ bemerkbar.

Viele Investitionen

Des Weiteren sei ordentlich investiert worden, beispielsweise in die Sanierung des Freibads, in das Gewerbegebiet Nord III und in die Sanierung des Saals im Gasthaus Stern. Zudem betonte Kämmerer Schöffel, dass die Gemeinde bis Ende 2024 mit Schulden in Höhe von 588.000 Euro zu rechnen habe. Allerdings seien in der Zwischenzeit viele Vermögenswerte geschaffen worden, die wieder veräußert werden könnten.

Nachverdichtung kommt

Ein weiterer wichtiger Punkt an diesem Abend betraf die Nachverdichtung innerhalb von Rammingen. Sie soll Leerstände, wie durch langsam verfallende Bauernhäuser, vermeiden. Dazu wurde Robert Geiss eingeladen, Experte für Bauplanungen von LARS consult aus Memmingen. Er plädierte für eine „verträgliche Verdichtung des Wohnraumes“. Es sei klar, so der Diplom-Ingenieur, dass der grüne Dorfanger ebenso wie das historische Straßenbild erhalten bleiben müssten. Auch stellte er fest, dass der entstehende Wohnraum für Ramminger Bürger gedacht sei“. Die Änderungen im Bebauungsplan können in den nächsten vier Wochen in der Gemeinde eingesehen werden.

Bürgermeister informiert

Bürgermeister Anton Schwele informierte dann über die Eröffnung des neuen Verbrauchermarktes an der MN 23 am 14. Januar 2025. Ein Supermarkt, Bäcker und Metzger sowie eine Postfiliale und ein kleines Café soll er beherbergen. Um den Anspruch auf Ganztagesbetreuung aller Schüler ab 2026 gerecht zu werden, habe die Gemeinde den neuen Kinderhort für 2,3 Millionen Euro fertigstellen lassen, sagte Schwele. Zudem veranlasse die Gemeinde derzeit eine Unterschriftenaktion für den Bau einer Unterquerung der Staatsstraße, weil es auf dem Fahrradweg nach Kirchdorf/Bad Wörishofen regelmäßig zu teilweise schweren Unfällen gekommen sei.

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