Schliersbergalm: Sanierung geht weiter – Bauausschuss lehnt PV-Anlage ab

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Wird nach und nach erneuert: die Schliersbergalm über Schliersee. © thomas plettenberg

Eine geplante Freiflächen-Photovoltaik an der Schliersbergalm hat der Bauausschuss abgelehnt, stattdessen sollen Dachflächen in den Fokus rücken.

Viele Monate gehörte ein Kran wie selbstverständlich zur Schliersbergalm. Eigentümer Ingo Bauer setzt seinen vor Jahren angekündigten Weg des gemütlichen Sanierens fort. Zuletzt waren das Dach und die Fassade des Hauptgebäudes an der Reihe. Auch der Energieverbrauch war hier Thema. Einer der nächsten Schritte hätte der Bau einer Freiflächen-Photovoltaik sein können. Eine entsprechende Voranfrage hatte Bauer an die Gemeinde geschickt. Doch der Bauausschuss sah die gut 300 Quadratmeter große und an drei Meter hohen Stützen angebrachte Anlage skeptisch und winkte ab. Förster Gerhard Waas (Grüne) etwa bezweifelte, dass Bauer eine Rodungserlaubnis bekommen würde. „Keine Chance.“ Zudem bestünden Alternativen. „Da sind noch genügend Dachflächen frei.“ Jürgen Höltschl (CSU) sah zudem notwendige Abgrabungen kritisch. Das Nein viel einstimmig aus.

Als nächstes: Energetische Sanierung

Bauer trägt‘s mit Fassung und richtet den Blick nun tatsächlich auf Dachflächen. Zunächst auf das der Seilbahn, für die der selbst erzeugte Strom auch gedacht ist. „Neue PV-Anlagen brauchen ja nicht mehr zwangsläufig die genaue Ausrichtung.“

Adventure Golf wird „sehr gut angenommen“

Die energetische Sanierung stellt auch die nächsten Schritte auf Bauers Weg der Gemütlichkeit dar. Größere Projekte seien nicht in Planung. Somit bleibt das Adventure Golf die neueste Attraktion an der 1060 Meter hoch gelegenen Anlage. „Das wird sehr gut angenommen“, berichtet Bauer. Vorteil ist, dass die Gäste die neun Bahnen zählende Anlage auch bei schlechterem Wetter nutzen können.

Alpenroller bleibt erstmal in der Pause

Anders als die Rodelbahn. Die etwas weniger sportliche Variante Alpenroller bleibt Bauer zufolge erstmal in der Pause, die seit zwei Jahren anhält. Für den Betrieb bräuchte es eigenes Personal, das einen Blick darauf hat, was die Gäste da alles veranstalten. Bauer zufolge gibt es genug, die beim Fahren kreativ werden. Im schlimmsten Fall ein Sicherheitsproblem.

Aussichtsturm bleibt erstmal nur ein Plan

Weiterhin nicht in Sicht ist der schon vor Jahren geplante und zumindest von der Gemeinde befürwortete Aussichtsturm samt Waldlehrpfad. Die Pläne liegen in der Schublade, lässt Bauer wissen, sind aber immerhin noch nicht im Papierkorb gelandet.