Rückschlag für deutsche Olympia-Hoffnung wegen Dopingdrama um Teamkollegen

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Hiobsbotschaft vor den Olympischen Spielen 2026. Eine deutsche Gold-Hoffnung könnte durch Fehler eines Teamkollegen benachteiligt werden.

München – Im Februar nächsten Jahres finden in Mailand und Cortina d‘Ampezzo die Olympischen Winterspiele 2026 statt. In der Vorbereitung auf die nächste Medaillen-Jagd muss der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) einen herben Rückschlag hinnehmen. Der deutsche Top-Anschieber Simon Wulff wurde aufgrund eines positiven Dopingbefunds gesperrt.

GER, IBSF Bob Weltcup Altenberg, Rennen Zweierbob Herren, 07.12.2024
Simon Wulff wird Francesco Friedrich und seinem Team in Mailand und Cortina d‘Ampezzo nicht zur Verfügung stehen. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler

Wie die Internationale Testagentur (ITA) am Mittwoch bekannt gab, wurde Wulff bei einer entnommenen Probe vom 07. Dezember 2024 in Altenberg positiv auf Methylhexanamin getestet worden. Der Fund dieser verbotenen Substanz hat eine Sperre von 21 Monaten für den 24-Jährigen zur Folge – und damit den Ausschluss von Olympia 2026.

Francesco Friedrich drohen Auswirkungen auf die Gesamtweltcupwertung

Doch damit nicht genug. Auch rückwirkend könnte dieser Verstoß „potenzielle Auswirkungen auf die Gesamtweltcupwertung des Teams um Francesco Friedrich“ haben, wie der BSD berichtet. Nach Angaben des Verbandes stehen die Folgen für Friedrich und Co. noch aus. „Der BSD wartet derzeit auf eine offizielle Entscheidung der IBSF, wie sich die Sperre auf die Punktewertung im Gesamtweltcup auswirken wird.“

Das Duo aus Friedrich und Wulff hatte im vergangenen Winter sowohl im Zweier als auch Vierer mit Wulff als Anschieber jeweils den Gesamtweltcup gewonnen. Da die Doping-Sperre des 24-Jährigen jedoch mit Probenentnahme, also am 07. Dezember 2024, beginnt, fallen die Titel bereits in den Bestrafungs-Zeitraum.

Was das Vergehen Wulffs letztendlich für Auswirkungen auf Friedrich hat, bleibt abzuwarten. Laut BSD zeigte sich der Anschieber stets kooperativ in den Untersuchungen der ITA. Auch bleibt ein Fehlverhalten des 24-Jährigen weiter unbewiesen. Jedoch konnte „die Quelle der Substanz trotz erheblicher Bemühungen von Simon Wulf nicht eindeutig ermittelt werden“

Auch Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD, steht hinter Wulff und deckt seinem Schützling den Rücken. „Simon hat sich im Verfahren offen und ehrlich gezeigt, und wir respektieren seine Entscheidung, die Sperre anzunehmen“, erklärt Schwab trotz der drohenden Auswirkungen des Vergehens für den BSD und Francesco Friedrich.

Die Sperre von Wulff endet am 07. September des kommenden Jahres. Ab da steht der Top-Anschieber dem BSD und seinen Teampartnern wieder voll zur Verfügung, zwei Monate früher darf er bereits am Mannschaftstraining teilnehmen. Die Gold-Hoffnungen für den deutschen Bob- und Schlittenverband bei den anstehenden Olympischen Winterspielen im Norden Italiens dürften durch den Ausfall jedoch auf alle Fälle geschmälert worden sein. (seb)

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