Kreis Dachau auf Platz 14 in der Baulandpreis-Bundesliga

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachau

Kommentare

Bei den Baulandpreisen ist der Landkreis Dachau bundesweit vorn dabei. © Münchner Merkur

Der bröckelnder Bauboom schlägt sich nicht auf den Landkreis Dachau nieder.

In der Bundesliga der Baulandpreise hat der Spitzenreiter gewechselt: Mainz hat München den jahrelang gehaltenen Titel abgenommen: 2526 Euro kostete dort der Quadratmeter Bauland im Schnitt, München lag bei 2497 Euro, wenn alle von den Finanzämtern bis 31.12.2023 erfassten Käufe und Verkäufe zugrunde gelegt werden.

Fürs gleiche Geld gäbe es im Kreis Dachau 2,9 Quadratmeter Bauland, wie die Regionaldatenbank Genesis als neuesten Wert ausweist. Denn hier zahlten Käuferinnen und Käufer nach ihren Meldungen ans Finanzamt rund 859 Euro pro Quadratmeter. Das ist Platz 14 in der bundesweiten Baulandpreis-Bundesliga, unter 396 ausgewerteten Stadtstaaten, Städten und Landkreisen (wobei gilt, je weiter hinten, desto niedriger der Quadratmeter-Preis). Allerdings gilt zu beachten: Wenn es baureifes Land war (bei dem der Bagger gleich rollen konnte), liegt der Schnitt in Mainz bei 2792 Euro pro Quadratmeter und in München leicht höher bei 2868 Euro.

Am günstigsten kommen Bauherren derzeit im Kreis Spree-Neiße Land an Baugrund: Für 11 Euro war dort der Quadratmeter im Schnitt zu haben, oder für rund 25 Euro, wenn schnell gebaut werden sollte. Der bundesweite Schnitt liegt bei 126 Euro (Vorjahr: 139 Euro). Da schlägt sich der bröckelnde Bauboom nieder. Aber nicht im Kreis Dachau: Bei uns stieg der durchschnittliche Baulandpreis zuletzt noch um 266 Euro.

5423 Hektar sind Siedlungsfläche

Um Bauland auszuweisen, braucht es Fläche, Äcker und Wiesen klassischerweise. Schauen wir uns die aktuellen Zahlen an, dann hat der Kreis Dachau eine Bodenfläche von 57 916 Hektar, die wie folgt genutzt wurde: 5423 Hektar werden in der Flächennutzungsstatistik als Siedlungsfläche geführt. Weitere 2623 Hektar fallen in die Rubrik Verkehr. Und für alles, was ansonsten grün oder sonstwie bewachsen ist oder landwirtschaftlich genutzt wird, heißt der Oberbegriff Vegetation. Darunter fallen 49 325 Hektar oder 85,17 Prozent der Fläche des Kreises Dachau. So gesehen wäre also noch Fläche da.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis je nach Bauland-Untergruppe, der hier angegeben ist, errechnet sich dabei aus tatsächlichen Grundstücksgeschäften. Basis der hier genannten Durchschnittswerte sind die Daten, die zur Berechnung der Grunderwerbsteuer ans Finanzamt gemeldet werden. Vorausgesetzt, es wechselt kein Schwarzgeld zwischen den Beteiligten, sind das also die gezahlten Baulandpreise in Euro und Cent, die in diese Kaufwerte-Statistik einfließen.

Damit wissen wir, dass bis zum Jahreswechsel von 2023 nach 2024 in Bayern exakt 7326 baureife Grundstücke verkauft wurden. Dazu kamen 1308 Verkaufsfälle mit Bauerwartungsland, macht zusammen 8634 Käufe und Verkäufe. Wird nichts verkauft, gibt‘s dafür auch keine Zahlen. Aber weil die Kommunen Grundsteuer wollen, gibt es Menschen, die schätzen: Wer wissen will, was sein Grundstück im Prinzip wert ist, kann auf die Werte des örtlich zuständigen Gutachterausschusses zurückgreifen.

53 Baugrundstücke wurden verkauft

Im Kreis Dachau wurden folgende Käufe und Verkäufe gemeldet: Insgesamt 53 Baugrundstücke wurden hier verkauft, darunter 52 baureife Grundstücke. Bei Letzteren kostete der Quadratmeter auf Euro und Cent gerechnet im Schnitt 870,11 Euro. Das waren 5,41 Euro (oder 0,6 Prozent) weniger als im Jahr davor. Der Gesamtumsatz aller gemeldeten Baulandgeschäfte wurde auf 23,18 Millionen Euro beziffert (Vorjahr: 67,60 Millionen Euro).

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/dachau/dachau-ort28553/kreis-dachau-auf-platz-14-in-der-baulandpreis-bundesliga-93493493.html