Der SPD-Kreisverband nominierte kürzlich in Valley Angela Falkenhahn für die kommende Landratswahl. Als Schwerpunktthemen nannte die Politikerin insbesondere Frauenthemen.
Valley/Landkreis Miesbach – Im vollbesetzten Valleyer Bräustüberl bewarb sich Angela Falkenhahn (61) am Mittwoch (17. September) darum, für die SPD bei der Landratswahl antreten zu dürfen. Das Mandat der 20 stimmberechtigten Kreis-Delegierten fiel einstimmig aus und wurde von viel Applaus begleitet.
Als Schwerpunktthemen ihrer Politik nannte Falkenhahn insbesondere Frauenthemen und die Rückkehr zu sozialdemokratischen Wurzeln. Wie sie sagte, möchte sie mir ihrer Kandidatur aber auch dafür werben, dass sich mehr Frauen in demokratischen Parteien politisch engagieren.
Als zentrales Anliegen stelle Falkenhahn, die als Assistentin der Geschäftsleitung voll im Berufsleben steht und seit 2020 im Valleyer Gemeinderat sitzt, den Schutz von Frauen vor jeglicher Gewalt an den Anfang ihrer Rede: „Es ist schlicht untragbar, dass es im ganzen Landkreis weder ein Frauenhaus noch eine Schutzwohnung gibt.“
Schutz von Frauen vor jeglicher Gewalt als zentrales Anliegen
Zudem so die Kandidatin weiter, stehen in klassischen Frauenhäusern Mütter mit über 16 Jahre alten Söhnen vor geschlossenen Türen. „Miesbach ist hier eine absolute Diaspora, weswegen ich mindestens eine Schutzwohnung im Landkreis etablieren möchte.“
Ein weiteres Thema das Falkenhahn umtreibt ist die Altersarmut. Bundesweit ist diese in den letzten vier Jahren um 30 Prozent gestiegen: „Ein genauer Blick auf unsere Tafeln zeigt schonungslos auf, dass Altersarmut auch bei uns zur Tagesordnung gehört.“ Auch hier zeige sich, dass davon besonders Frauen betroffen sind, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder großgezogen und Angehörige gepflegt haben. Den Tafeln sagte Falkenhahn eine enge Zusammenarbeit zu.
Falkenhahn mit offenem Ohr für junge Menschen
Ein offenes Ohr möchte die SPD-Kandidatin für die jungen Menschen haben: „Ihnen gehört die Zukunft und nur wenn diese Generation eine echte Perspektive hat, bleibt unser Landkreis lebendig.“ Das sei aber ohne bezahlbaren Wohnraum und einem auch abends funktionierenden ÖPNV schwierig.
Als einen Baustein, um diese Situation zu verbessern, könnte sich Falkenhahn im Landkreis spezielle Wohnprojekte für Lehrlinge vorstellen: „Ich möchte, dass jungen Leute die Möglichkeit haben, selbstständig zu wohnen und ihre Ausbildung zu gestalten.“
Fokus auf bezahlbaren Wohnraum, gute Bildung und nachhaltige Daseinsvorsorge
Bezahlbaren Wohnraum, gute Bildung und eine nachhaltige Daseinsvorsorge nannte Falkenhahn als unverzichtbare Grundlagen, die alle Bürger betreffen und die darüber entscheiden, ob weiterhin ein Leben in einer gerechten Demokratie möglich ist: „Dazu gehört auch das Ehrenamt, ohne das ein Gemeinwesen nicht funktioniert und dass nicht nur die verbale Anerkennung, sondern auch die tatkräftige Unterstützung der Politik verdient.“
Damit nicht noch mehr Vertrauen in die Politik verloren gehe, sei jetzt „Ärmel hochkrempeln und anpacken“, statt „viel Gerede und wenig Umsetzung“ gefragt.
Einstimmig als Landratskandidatin gewählt
Als erster Gratulant attestierte der frischgewählten Kandidatin der Miesbacher SPD-Kreisvorsitzende Bruno Peetroons: „Angela Falkenhahn steht für soziale Themen, klare Worte und Bürgernähe. Sie zeigt, dass die SPD vor Ort und ansprechbar ist. Sie hört zu und bringt Dinge ins Rollen, die für die Menschen wirklich wichtig sind.“
Dementsprechend forderte Falkenhahn, die sich schon mitten im Wahlkampf befindet, die Genossen und dann noch auf: „Auf in den Kampf. Wir wuppen das!“ Helmut Hacker
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