-
VonPeter Schiebelschließen
Thomas Fersch wurde zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr gewählt. Bürgermeister Patrick Janik formuliert einen Wunsch.
Percha – Thomas Fersch ist am Freitagabend erwartungsgemäß zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Percha gewählt worden. In der Jahreshauptversammlung erhielt er von den anwesenden aktiven Mitgliedern 13 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen. Fersch folgt auf Florian Brabetz, der sein Amt bereits vor Wochen aus persönlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte (wir berichteten). Neuer stellvertretender Kommandant ist Ronny Knoth (zwölf Ja-Stimmen, vier Enthaltungen).
Die Wahl Ferschs bedeutet ein Bekenntnis für die Eigenständigkeit der Perchaer Feuerwehr. Fersch hatte bereits zuvor erklärt, die Umwandlung in eine Löschgruppe unter dem Dach der Starnberger Kameraden verhindern zu wollen. Das ist seit einiger Zeit im Gespräch, da Percha nicht die gesetzlich geforderte Mindeststärke von 27 Aktiven erreicht. Aktuell zählt die Einsatzabteilung 20 Aktive, darunter drei Frauen. Der Feuerwehrverein hat derzeit 52 Mitglieder. Die Zusammenarbeit war auch Thema bei der nahezu gleichzeitig stattfindenden Dienstversammlung der Starnberger Feuerwehr (siehe Bericht oben). Fersch ging am Freitag nur am Rand auf die Thematik ein.
Alle müssen zusammenarbeiten
„Ich freue mich sehr, dass wir einen Kommandanten gefunden haben“, sagte Bürgermeister Patrick Janik in seinem Grußwort nach der Wahl, wurde aber auch deutlich: „Ich habe den großen Wunsch, dass die Feuerwehr Percha wieder schlagkräftiger wird.“ Es sei seine große Hoffnung, dass die Perchaer auch wieder zu Einsätzen in Starnberg fahren könnten. Die Stadt wolle dabei unterstützend zur Seite stehen. Für den geleisteten Einsatz dankte Janik ausdrücklich.
„Versprechen kann ich nichts“, erwiderte Fersch, betonte aber: „Wir schauen nach vorne und tun unser Bestes.“ Es sei erforderlich, dass alle zusammenarbeiteten. „Nur so können wir den Brandschutz oder die erste Hilfe gewährleisten.“ Das schaffe heutzutage keine Ortsfeuerwehr mehr alleine, sagte Fersch.
Im vergangenen Jahr zählte die Feuerwehr Percha 42 Einsätze, wie der kommissarische Kommandant Patrick Lang berichtete. „Ich finde, das ist eine beachtliche Zahl, da wir nur innerorts ausrücken.“ In 20 Fällen hatten automatische Brandmeldeanlagen ausgelöst, zumeist im Malteserstift St. Josef und in der Munich International School (MIS). Es gab sechs Unwetter-Einsätze, drei Verkehrsunfälle und weitere kleinere Einsätze. Dazu seien 18 Übungen gekommen, erstmals nach neun Jahren habe eine Gruppe wieder an einer Leistungsprüfung teilgenommen. Alles in allem hätten die Ehrenamtlichen 695 Dienststunden angehäuft.
Mehr Zeit für Ausbildung
Im neuen Jahr wolle die Feuerwehr „viel Zeit in Ausbildung investieren“, sagte Lang. Unter anderem seien drei Kameraden für die Modulare Truppausbildung (MTA) gemeldet. „Wir werden daran arbeiten, dass die Feuerwehr Percha ihren Teil zum Brandschutz im Ortsbereich und bald auch wieder im Stadtgebiet leisten kann“, betonte Lang. Er habe in den zurückliegenden Wochen und Monaten einen „aufsteigenden Trend“ festgestellt und hoffe, dass sich dieser fortsetze.
Er selbst ist dann nicht mehr dabei. Lang ist in der Zwischenzeit nach Berg gezogen und hat sich der dortigen Feuerwehr angeschlossen. Seine Zeit in Percha habe ihm „wahnsinnig viel Spaß gemacht“, betonte Lang und dankte, wie auch Thomas Fersch, allen Aktiven, deren Lebenspartnern und den Verantwortlichen der Stadt. Kreisbrandmeister Thomas Schade aus Berg drückte den Dank der Kreisbrandinspektion aus. „Die Zusammenarbeit mit Percha hat immer super funktioniert“, sagte er. 42 Einsätze seien „eine ordentliche Zahl“, die andere Feuerwehren nicht hätten.
Im weiteren Verlauf der Versammlung bestätigten die Mitglieder Thomas Fersch auch als Vorsitzenden des Feuerwehrvereins. Stellvertretender Vorsitzender ist Thomas Schröter, Schriftführer Sebastian Preiß, Kassier Sebastian Zeller. Ebenfalls ohne Gegenstimme gewählt wurden die Kassenprüfer Andreas Böck und Hubert Fersch sowie die Vertrauensmänner Leonhard Fersch und Benjamin Berger. Befördert wurden Ronny Knoth zum Löschmeister und Sebastian Preiß zum Hauptfeuerwehrmann. Ehrungen gab es für Thomas Fersch (40 Jahre aktiver Dienst), Johannes Hehenberger (30 Jahre aktiver Dienst) und Uli Brabetz (50 Jahre Mitgliedschaft).
Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Starnberg-Newsletter.
Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Starnberg finden Sie auf Merkur.de/Starnberg.