Eine Stadt in Bayern hat bei der Sanierung eines ihrer wichtigsten Wahrzeichen eine Panne erlebt. Grund ist ein Rechenfehler.
Augsburg - Es sollte eine spektakuläre Aktion am Perlachturm im Augsburger Zentrum werden. Die Turmspitze sollte aus 70 Metern zu Boden schweben. Daraus wird jetzt erst mal nichts. Grund: ein Rechenfehler.
Panne bei Sanierung: Geplante Aktion in Augsburg abgesagt
Bei der Sanierung eines ihrer wichtigsten Wahrzeichen hat die Stadt Augsburg eine schwere Panne erlebt. Die Turmzwiebel des etwa 70 Meter hohen Perlachturms am Rathausplatz sollte am Freitag mit einem Kran entfernt werden. Diese Aktion wurde nun vorerst abgesagt.
Für das Vorhaben ist eine entsprechend hohe Hebebühne erforderlich. Bei den Vorbereitungen stellte sich heraus, dass die bereitgestellte Hebebühne zu klein ist. Daher müsse die Entfernung der Turmzwiebel verschoben werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Es werde „mit Hochdruck“ an einem neuen Zeitplan gearbeitet. Während der Bauarbeiten soll die Zwiebel des historischen Turms am Boden stehen und als Informationspavillon genutzt werden.
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Perlachturm ist bedeutendes Wahrzeichen: Hebebühne falsch kalkuliert
Die Stadt machte ein beauftragtes Fachunternehmen für den Fehler verantwortlich. Dieses habe die Höhe der Hebebühne falsch kalkuliert. „Da Hebebühnen mit Höhen ab 75 Meter selten im Bundesgebiet sind und auch keine Standardgröße darstellen, kann nicht ohne Weiteres zeitnah ein solches Gerät auf die Perlach-Baustelle verbracht werden“, betonte die Verwaltung.
Der Perlachturm, zusammen mit dem angrenzenden Renaissance-Rathaus, ist das bedeutendste Wahrzeichen der über 2.000 Jahre alten Stadt. Bereits seit 2017 darf das baufällige Gebäude nicht mehr bestiegen werden. Für die anstehende Sanierung sind neun Millionen Euro vorgesehen. Der Bund hat mehrere Millionen Euro für die Arbeiten an dem Denkmal bereitgestellt, und die Stadt sammelt zusätzlich Spenden von Bürgern. (kam/dpa)