Nach Venezuela nimmt Trump Mexiko ins Visier: Mega-Event 2026 gefährdet?

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Donald Trump setzt immer mehr Länder unter Druck. Auch Mexiko ist darunter. Das könnte sich auch auf die Fußball-WM auswirken.

Washington, DC – In diesem Sommer steht in Amerika ein Mega-Event auf dem Plan: Vom 11. Juni bis 19. Juli findet in Kanada, Mexiko und den USA die Fußball-WM statt. Zumindest ist das der Plan. Denn angesichts der Politik, die US-Präsident Donald Trump seit Beginn des Jahres betreibt, scheint selbst das Undenkbare plötzlich möglich zu werden. Wer weiß schon, was bis zum geplanten WM-Anpfiff im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt noch alles geschehen wird?

Donald Trump und Gianni Infantino sorgten für eine peinliche WM-Auslosung.
Donald Trump und Gianni Infantino sorgten für eine peinliche WM-Auslosung. © IMAGO/Marc Schueler

Auf jeden Fall stellt sich nach dem US-Angriff auf Venezuela und der damit verbundenen Entführung des amtierenden Staatschefs Nicolás Maduro plötzlich die akute Frage, ob die Fußball-WM 2026 in der angedachten Form überhaupt stattfinden kann. Venezuela ist schließlich nicht das einzige Land, dem der US-Präsident droht. Auch in Staaten wie Kuba und Kolumbien wächst die Angst vor einem US-Schlag. Zudem will sich Trump gerne das zu Dänemark gehörende Grönland als Teil der USA einverleiben.

Trump droht Mexiko: Was bedeutet das für die Fußball-WM 2026?

Doch auch die Co-Gastgeber der Fußball-WM hat Trump längst schon in den Blick genommen. So stößt er immer wieder Kanada vor den Kopf, indem er anregt, das Nachbarland solle schlicht als 51. Bundesstaat in die USA integriert werden. Noch mehr Sorgen muss sich derzeit aber wohl Mexiko machen. Denn nur wenige Stunden nach dem US-Einsatz in Venezuela stellte Trump auch die Autorität von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum infrage.

So warf Trump der 63-Jährigen vor, die Kontrolle über ihr Land verloren zu haben. In einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News sagte Trump, Drogenkartelle würden Mexiko regieren, nicht die gewählte Regierung. Sheinbaum habe Angst vor den Kartellen und sei nicht in der Lage, entschieden gegen diese vorzugehen. Trump erklärte weiter, er habe ihr mehrfach angeboten, dass die USA die Kartelle bekämpfen könnten, was sie abgelehnt habe. Zugleich habe er ihr gegenüber angedeutet, die USA könnten zu härteren Maßnahmen greifen. „Mit Mexiko wird etwas geschehen müssen“, sagte Trump.

Fußball-WM 2026 in Gefahr? Trump schickt US-Spionageflugzeug nach Mexiko

Den Worten hat auch schon Taten folgen lassen. Nur kurz nach der militärischen Spezialoperation in Venezuela sorgen nun auch Flugbewegungen vor der Küste Mexikos für Unruhe. Der Bild-Zeitung zufolge haben Tracking-Plattformen ein Flugzeug der US-Marine zur Luftaufklärung nahe Tijuana entdeckt. Die P-8 Poseidon ist mit Torpedos, Harpoon-Seezielflugkörpern und fortschrittlicher Spionagetechnik ausgestattet. Sie ist in der Lage, große Seegebiete zu überwachen, Schiffsbewegungen zu verfolgen sowie U-Boote zu orten und zu bekämpfen.

War das nur ein Routineflug? Oder steckt mehr dahinter? Immerhin wurde die Maschine auch vor dem Militärschlag in Venezuela in der Karibik eingesetzt. Es könnte also sein, dass hier eine weitere Aktion gegen einen Staat in Lateinamerika vorbereitet wird. So wie Trump nach dem Maduro-Kidnapping geredet hat, scheint sich Trump inzwischen ohnehin an militärischen Operationen zu berauschen.

Fußball-WM 2026
Anzahl Nationen 48
Austragungsorte Kanada, Mexiko, USA
Eröffnungsspiel 11. Juni 2026 (Mexiko-Stadt)
Endspiel 19. Juli 2026 (East Rutherford)
Titelverteidiger Argentinien

Trump könnte gegen Mexiko vorgehen: Welche Folgen das für die Fußball-WM 2026 haben könnte

Die Lage zwischen den USA und Mexiko ist also höchst angespannt. Das könnte sich natürlich auch auf die geplante Fußball-WM auswirken. Denkbar sind derzeit zumindest drei Szenarien:

  1. Potenzielle Verschiebung von Spielorten: Trump übt Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino aus, um Mexiko die drei geplanten Spielorte (Mexiko-Stadt, Guadalajara, Monterrey) zu entziehen. Trump hat auch schon demokratisch regierten US-Städten mit dem Entzug der WM-Gastgeberrolle gedroht.
  2. US-Rückzug von Fußball-WM: Trump droht, die WM-Austragung in den USA zu verweigern, falls Mexiko seine Spiele ausrichten darf. Das wäre wohl das Aus für die WM, da Mexiko und Kanada das Turnier allein kaum ausrichten könnten.
  3. Diplomatische Bemühungen: Infantino kann Trump von Sanktionen gegen Mexiko abhalten.

Sicher ist, dass Infantino mit dem US-Präsidenten auf vertrautem Fuß steht. Der vierte Artikel der FIFA-Statuten, wonach der Weltverband politisch neutral bleiben müsse, scheint Infantino jedenfalls nicht zu bekümmern. Erinnert sei nur an die Verleihung des neuen FIFA-Friedenspreises an Trump.

Infantino wird deshalb alles daran setzen, die Weltmeisterschaft im Sommer zu einem Erfolg zu machen. Ob Donald Trump dabei mitspielt, ist aber noch völlig offen. Ein Vorgehen der USA gegen Mexiko ist jedenfalls nicht mehr ausgeschlossen. Was das für die Fußball-WM 2026 bedeuten würde, ist derzeit nicht abzusehen. Möglich scheint inzwischen alles. (Quellen: Bild, Fox News, dpa, AFP) (cs)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/nach-venezuela-ist-jetzt-auch-mexiko-in-gefahr-torpediert-trump-mega-event-2026-zr-94110409.html