Die Weichser Pfarrkirche muss dringend saniert werden. Die Kosten betragen rund 500 000 Euro.
Dass an der Weichser Pfarrkirche Renovierungsmaßnahmen nötig sind, ist schon länger, insbesondere von außen nicht zu übersehen. Eigentümer des historischen Gotteshauses ist die Pfarrkirchenstiftung St. Martin. Auf Initiative der Weichser Kirchenverwaltung hat nun der Pfarrverband Petershausen-Vierkirchen-Weichs an die Gemeinde den Antrag auf denkmalgeschützte Erlaubnis zur Sanierung der Dachhaut/Eindeckung, des Turmes und des Dachstuhls gestellt. Zudem beantragte der Pfarrverband auch die Überprüfung des Turmdaches und die Erneuerung der Turmfassade der Pfarrkirche.
Dem Bau- und Umweltausschuss lag dazu in seiner jüngsten Sitzung ein Aktenvermerk mit Fotos von Florian Pichler, Fachreferent im Baureferat im Erzbischöflichen Ordinariat München vor. Dieser schreibt in seinem Bericht: „Die Kirche macht insgesamt einen etwas traurigen, beinahe schäbigen Eindruck.“
Im vergangenen Jahr besichtigte ein Experte des Öfteren die Pfarrkirche in Weichs. Thema war dabei immer wieder das viele Jahrzehnte alte und sanierungsbedürftige Kirchendach, dessen Ziegel aufgrund des Alters herunterzufallen drohen. Auf Anweisung des Landratsamts Dachau brachten die Verantwortlichen bereits einen Schneefang an. Außerdem sei der Fassadenanstrichs, laut dem Bericht des Fachreferenten, in einem so schlechtem Zustand, dass ein Schutz des Verputzes nicht mehr an allen Stellen gewährleistet sei. Das verblechte Turmdach dagegen scheint in Ordnung zu sein, wie Florian Pichler mitteilte. Er empfahl aber im Zuge einer Sanierungsmaßnahme der Außenhülle dennoch eine Begehung, etwa durch Industriekletterer. Für den Anstrich der Turmfassade könnten Pichler zufolge auch Industriekletterer beauftragt werden. Oder die Arbeiten werden mithilfe einer Hebebühne ausgeführt, was wirtschaftlicher sei als mit einem Gerüst, so der Fachreferent.
Im Bau- und Umweltausschuss gab es keine Einwände gegen die beabsichtigen Maßnahmen. Die Erzdiözese rechnet mit Gesamtkosten von rund 500 000 Euro. Wer sich daran in welcher Höhe beteiligt, steht noch nicht fest.
Auch einen genauen Zeitplan für die Sanierung gebe es noch nicht, wie Florian Pichler und der Weichser Kirchenverwalter Georg Rottmeir auf Nachfrage den Dachauer Nachrichten mitteilten. Die Maßnahmen sollten aber auf alle Fälle möglichst zeitnah erfolgen.
Verschmutzte Raumschale
Bei der Besichtigung der Weichser Pfarrkirche St. Martin stellte ein Fachreferent der Erzdiözese München-Freising außerdem fest, dass die Raumschale der Pfarrkirche stark verschmutzt sei. Die Rußbildung werde durch die derzeitige Bankheizung mit offenen Glühstäben gefördert. Eine Reinigung und Schutz-Beschichtung könnte laut Fachreferent Florian Pichler zwar eine deutliche Verbesserung bringen. Dann müsste allerdings auch das Heizsystem anstelle der offenen Glüstäbe auf geschlossene Bankstrahler umgestellt werden.