Besserer Abfluss für die Strogen: Eigentümer sollen helfen

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Fraunberg

Kommentare

Um den Hochwasserschutz durch die Strogen zu gewährleisten, ließ sich der Gemeinderat Fraunberg beraten (Archiv). © privat

Schlamm, Totholz und andere Hindernisse: Fraunberg will mit Grundbesitzern gegen Hochwasserschutzmängel vorgehen.

Viele Abflusshindernisse in der Strogen, starke Schlammablagerungen auf der Sohle des Gewässers und ein nicht immer optimales Management bei den Wehren dort waren Thema im Fraunberger Gemeinderat. Basierend auf einer Untersuchung durch Gewässerwart Thomas Schiesl vom Wasserwirtschaftsamt München nach einer Uferbegehung sowie einer Bootsfahrt auf der Strogen sollen nun Maßnahmen zur Verbesserung getroffen werden.

„Dieses Thema ist sehr sensibel, denn durch die festgestellten Mängel an den Ufern sowie im Fluss selbst kann es immer wieder zu Hochwasser-Situationen im Bereich unserer Gemeinde kommen. Diese sollten wir unbedingt verhindern, sofern es in unserer Macht steht“, bewertete Bürgermeister Hans Wiesmaier die Lage.

Bäume, Totholz und Wurzelstöcke

Ausschlaggebend für Behinderungen, die einen schlechten Abfluss des Wassers hervorrufen, seien entweder große Bäume oder Totholz, querliegende Stämme oder frei gespülte Wurzelstöcke. Aber auch potentielle Hindernisse wie Bäume, die sich aufgrund ihres Alters zunehmend über das Wasser neigen, verstärkt noch durch Biberfraß, wirkten sich negativ aus.

Schließlich das Thema Verschlammung: Vor allem in einem bestimmten Bereich des Flusses und vor dem Ridinger Wehr zeigen sich offensichtlich stark verschlammte Bereiche. Dies, so hatte der Experte vom Wasserwirtschaftsamt festgestellt, verringere den Abfluss-Querschnitt enorm.

Holz mit Gefährdungspotenzial entfernen

Damit bestehe gerade hier eine „Tendenz der Hochwasserverschärfung flussaufwärts für bebaute und besiedelte Bereiche im Fraunberger Ortsteil Furthmühle“. Auch führe die ausbleibende Natur-Verjüngung, ausgelöst unter anderem durch Biberfraß, mancherorts zu einer „übermäßig beschleunigten Gewässerverlagerung“.

Der Gewässerwart regt als Konsequenz aus diesen Erkenntnissen daher an, dass die Verwaltung im Zug ihrer Gewässeraufsicht frühzeitig an die jeweiligen Grundstückseigentümer herantritt, mit der Aufforderung, Bäume mit entsprechendem Gefährdungspotenzial dort zu entfernen. Somit könne verhindert werden, dass diese zu einem Abflusshindernis werden und im Hochwasserfall dann die Feuerwehren überfordern.

Pflanzungen und Biberschutz

Als weitere Maßnahmen wird die Entfernung von Totholz und quer im Wasser liegender Bäume empfohlen, auch die Pflanzung jüngerer Bäume an den Ufern sowie Biberschutz brächten eine Verbesserung. Anliegern, die sich solchen Maßnahmen dauerhaft entzögen, sollten entsprechende Kosten der Gemeinde in Rechnung gestellt werden.

Um mit den Grundstückseigentümern und den Besitzern von Wasserwehren entlang der Strogen zu kommunizieren, will die Gemeinde zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt zu einem Treffen einladen. Denn auch das so genannte Stauhaltungs-Management, die Abstimmung der Wehrbesitzer untereinander bei drohendem Hochwasser, sei verbesserungsfähig und bedürfe auch der Verbesserung. Der Gemeinderat stimmte dieser Maßnahme zu.

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/erding/fraunberg-ort377220/besserer-abfluss-fuer-die-strogen-eigentuemer-sollen-helfen-93702574.html