Russland setzt auf digitale Währungen, um trotz westlicher Sanktionen weiter Handel treiben zu können. Besonders wichtig ist dabei der Stablecoin A7A5, eine Art digitale Münze, die an den russischen Rubel gekoppelt ist.
Diese wird von der staatlichen Promsvyazbank und dem moldauischen Geschäftsmann Ilan Shor kontrolliert – beide werden international sanktioniert. Laut dem "Telegraph" ermöglicht A7A5 russischen Firmen, Rubel in Kryptowährungen wie Tether umzuwandeln.
Diese digitalen Dollar werden dann für Zahlungen im Ausland genutzt. Präsident Wladimir Putin unterstützt die neue Strategie und nennt Kryptowährungen eine "vielversprechende Richtung" für die Wirtschaft.
Digitale Währungen erleichtern den Handel mit China
Seit Anfang des Jahres wurden mit A7A5 Geschäfte im Wert von über 87 Milliarden US-Dollar abgewickelt, berichtet der "Telegraph". Der Coin wird vor allem von Unternehmen genutzt und über die Plattform Grinex gehandelt, eine Kryptobörse in Kirgisistan.
Russland nutzt diese Methode, um wichtige Bauteile wie Mikrochips und Elektronik aus China zu kaufen, die für die Rüstungsindustrie benötigt werden. Kryptowährungen bieten Russland eine Möglichkeit, trotz der Sanktionen am internationalen Handel teilzunehmen. Sie umgehen die klassischen Banküberweisungen, die durch die Sanktionen stark eingeschränkt sind.
Sanktionen gegen Krypto bleiben wirkungslos
Die EU und die USA haben versucht, Russlands Krypto-Handel zu stoppen. Sie verhängten Sanktionen gegen Grinex und A7A5. Doch diese Maßnahmen zeigen kaum Wirkung: Nach einem kurzen Rückgang sind die Handelszahlen wieder auf dem alten Niveau.
Experten fordern, dass der Westen stärker gegen Russlands Nutzung von Kryptowährungen vorgeht. Sie warnen, dass Russland weiterhin digitale Währungen nutzt, um seine Einnahmen auszugeben und wichtige Güter zu kaufen.