Wegen des bundesweiten Verdi-Streiks: ADAC warnt vor großer Staugefahr am Montag

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Der bundesweite Verdi-Streik im Nahverkehr dürfte am 2. Februar vielerorts Busse und Bahnen zum Stillstand bringen. Droht am 2. Februar Chaos im Berufsverkehr?

Nachdem in den letzten Tagen und Wochen Glatteis und Schnee in vielen Teilen Deutschlands für chaotische Zustände auf den Straßen gesorgt hatten, könnte nun ein anderes Ereignis für Verkehrsprobleme sorgen. So müssen sich Pendler, Schüler und Reisende zum Start in die neue Woche auf massive Einschränkungen einstellen.

Wegen des bundesweiten Verdi-Streiks: ADAC warnt vor großer Staugefahr am Montag © Imago

Wegen eines bundesweiten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im kommunalen Nahverkehr könnten am Montag, dem 02.02.2026, vielerorts keine Busse und Straßenbahnen fahren. Der ADAC warnt deshalb vor deutlich mehr Verkehr auf den Straßen.

ADAC warnt vor großer Staugefahr am 2. Februar

Nach Einschätzung des ADAC droht am Montag bundesweit eine angespannte Verkehrslage. Durch den ganztägigen Ausstand im öffentlichen Nahverkehr ist damit zu rechnen, dass viele, die sonst auf den ÖPNV setzen, notgedrungen aufs Auto umsteigen werden. Das könnte den Berufsverkehr in vielen Städten und Ballungsräumen zusätzlich belasten. „Die Staugefahr ist daher groß.“, so der Club.

Immerhin gibt es aus Sicht der Verkehrsexperten einen kleinen Lichtblick: Nach aktuellen Prognosen müssen Autofahrer am Montag nicht mit Glatteis rechnen. Zwar bleibt es regional winterlich kalt, gefährliche Straßenverhältnisse durch Eis oder Schnee werden für den Streik-Montag jedoch nicht erwartet. Damit bleibt der erhöhte Verkehr die größte Herausforderung für Pendler.

Wer also am Montag, dem 02.02.2026, auf das Auto angewiesen ist, sollte mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren. Besonders in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag dürfte zu Verzögerungen kommen.

Bundesweiter Verdi-Streik im ÖPNV: Warum Busse und Bahnen vielerorts stillstehen

Hintergrund der Warnungen ist ein bundesweiter 24-stündiger Warnstreik der Gewerkschaft Verdi im kommunalen Nahverkehr. Betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 Verkehrsunternehmen. In den bestreikten Betrieben dürfte der öffentliche Nahverkehr weitgehend zum Erliegen kommen. Busse, Straßenbahnen und teilweise auch U-Bahnen bleiben in den Depots, Fahrgäste müssen sich nach Alternativen umsehen.

Nicht betroffen ist nach aktuellem Stand der Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn. Auch viele S-Bahnen, die von der DB betrieben werden, fahren regulär. Ausgenommen vom Streik ist zudem Niedersachsen, da dort für die Beschäftigten noch die sogenannte Friedenspflicht gilt. In Hamburg hatte Verdi zunächst gezögert, sich aber schließlich ebenfalls dem Streik angeschlossen.

Mit dem Streik will Verdi den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Gewerkschaft fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr. Dazu zählen unter anderem kürzere und verlässlichere Schichtzeiten, längere Ruhephasen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In mehreren Bundesländern geht es zusätzlich um spürbare Lohnerhöhungen.

Nach Darstellung von Verdi hätten die kommunalen Arbeitgeber in den bisherigen Gesprächen kaum Bereitschaft gezeigt, auf diese Forderungen einzugehen. Der Warnstreik soll deshalb ein Signal senden und die Bedeutung der Arbeit im öffentlichen Nahverkehr unterstreichen. Für Fahrgäste bedeutet das jedoch einen Tag mit erheblichen Einschränkungen. Auch interessant: Streiks im Münchner Nahverkehr: U-Bahn bleibt außer Betrieb – das müssen Fahrgäste wissen

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