Dass die Alpen von dem Klimawandel betroffen sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Nun fand der erste AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze statt.
Zugspitze - Hier verlor vor kurzem der Südliche Schneeferner seinen Status als Gletscher. Er hat deutlich an Masse verloren, fließt aber auch nicht mehr. Eine Eigenschaft, die Gleschter besitzen müssen, um als solche anerkannt zu werden.
Forscher, Klimaschützer und Aktivisten trafen sich, um die Lage des Klimas als auch mögliche Lösungsansätze zum richtigen Umgang mit dem Klimawandel auszuführen und zu diskutieren. Dabei wurden unter anderem Themen wie Tourismus, Extremwettervorkommen in den Alpen, Wirtschaft und die Bedeutung der Menschenrechte in Hinblick auf die klimatischen Veränderungen besprochen.
Statistik des Wetters
„Vor uns liegt eine Klimakrise“, beginnt Glaziologin Andrea Fischer ihre Ausführungen. Die Alpenregion erwärme sich doppelt so schnell, wie die globalen Temperaturen. Ist das globale Ziel, zwei Grad nicht zu überschreiten, spreche man in den Alpen von vier Grad, so Hannes Vogelmann, Umweltforschungsstation Schneefernerhaus. Folglich steige also auch die Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen.
Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen und Katastrophenmanagement AT, sprach von einer Veränderung der „Qualität der Wetterereignisse“ im Hinblick auf die bereits bemerkbaren Klima-Änderungen. So seien seit letztem Winter immer nur „Starkregenereignisse, die da oder dort dann natürlich uns schon gefordert haben“ vorgekommen. Dass sich die Art des Regens verändert habe, bekräftigte auch Romed Giner, Geschäftsführer von Giner Kartoffel und Gemüse GmbH. „Heute reden wir oft mal in einer viertel Stunde von 20, 30 Litern. Das muss man erst im Boden unterbringen.“ Eine mögliche Ursachenerkärung für diese Starkregenereignisse nennt Metereologe Georg Haas. „Eine um ein Grad wärmere Atmosphäre kann sieben Prozent mehr Wasserdampf aufnehmen, transportieren und dann eben auch schlagartig wieder abregnen.“
Mögliche Lösungen
Was unabdingbar sei, um der Veränderung des Klimas zu begegnen, sei dass Zustande-Bringen einer resilienten politischen Balance zwischen der Wirtschaftlichkeit, Sozialem und Ökologischem, bekräftigte Franz Fischler, ehemaliger EU-Komissar. Diesem Punkt schloss sich auch Fischer an.
Doch auch Kommunikation und Austausch tragen einen wesentlichen Teil zum Verständnis und zum richtigen Umgang mit dem Wandel bei. Eine Abwendung der Klimaerwärmung sei nicht einzubremsen, die Gesellschaft müsse diesen als Ganzes tragen, resümiert Vogelmann.
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