Kamala Harris weigerte sich vor zwei Jahrzehnten, die Todesstrafe für ein junges Gangmitglied zu fordern, der beschuldigt wurde, einen Polizisten getötet zu haben. Das berichtet „CNN“. Trotz Drucks, auch von der verstorbenen demokratischen Senatorin Dianne Feinstein, hielt die damalige Bezirksstaatsanwältin von San Francisco an ihrer Haltung fest. „Es kann keine Ausnahme von Prinzipien geben“, schrieb Harris 2004 in der San Francisco Chronicle.
Kritiker bezeichnen Harris als „Chamäleon“
Vier Jahre später änderte Harris jedoch ihre Position, als sie ihre Kandidatur für das Amt der Generalstaatsanwältin von Kalifornien ankündigte. Laut „CNN“ sagte sie, dass sie die Todesstrafe „wie vom Gesetz vorgeschrieben“ durchsetzen werde.
Kritiker werfen Kamala Harris vor, eine „chamäleonhafte“ Politikerin zu sein, die häufig ihre Positionen wechselt. Der republikanische Vizepräsidentschaftskandidat JD Vance hat sie wiederholt so bezeichnet. Harris selbst betonte in einem Interview mit CNN im August: „Meine Werte haben sich nicht geändert.“
Unterschiedliche Rollen als Erklärung
Ein Sprecher ihrer Kampagne sagte: „Kamala Harris hat während ihrer gesamten Karriere für den Schutz der Menschen und die Rechenschaftspflicht von Verbrechern gekämpft.“ Er verwies auf den Unterschied zwischen ihrer Rolle als Generalstaatsanwältin und als Bezirksstaatsanwältin, was ihre wechselnde Haltung zur Todesstrafe erkläre.