Bei der Baustelle an der Rubinger Straße in Oberstdorf ist ein wichtiger Schritt geschafft: Das 1500 Tonnen schwere Bauwerk wurde eingesetzt, die Arbeiten an der Unterführung können weitergehen. Die Vollsperrung der Straße soll bis Anfang Dezember aufgehoben werden.
Oberstdorf – Ein „Meilenstein“ ist erreicht bei der Oberstdorfer Großbaustelle an der Rubinger Straße, der Kreisstraße OA 4 in Oberstdorf. Das neue 1500 Tonnen schwere Bauwerk wurde jetzt an Ort und Stelle platziert und die Arbeiten für die künftige Unterführung können weiter vorangebracht werden.
Die Zeit der Vollsperrung der Straße geht offenbar dem Ende zu. Anfang Dezember ist die Verkehrsfreigabe geplant. Nach dem „guten Start“ im März, so die Zwischenbilanz der Baustelle durch den KreisTiefbau-Chef Joachim Heßmann, kamen die Arbeiten trotz eines späten Wintereinbruchs gut voran. „Ernsthafte Verzögerungen gab es nicht.“ Ziel war es, bis zum Schulbeginn den Schulbusverkehr wieder aufzunehmen.
Großbaustelle in Oberstdorf liegt im Zeitplan
Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten zwischen dem Kreisverkehr und den Abzweig zum Gewerbegebiet Karweidach. Zuletzt war es der Einschub der neuen Brücke auf der demnächst die Bahngleise verlegt werden und die Lücke in der Trassenführung wieder schließen. Gut drei Stunden habe der Einschub des fertig betonierten Bauwerks gedauert, so Heßmann. „Aber es wurde nicht geschoben, sondern das fertige Bauwerk in die Lücke eingezogen.“ In den nächsten Wochen ist wieder der eigentliche Straßenbau an der Reihe. Auf einer Länge von fast 300 Meter taucht die Straße jetzt unter der Bahnlinie ab.
Durch die Tieferlegung der neuen Fahrbahn müssen auch die Entwässerung und Versickerung für das Niederschlagswasser angepackt werden. Heßmann: „Jeder Schönwettertag ist jetzt für uns gut.“ Die Baustelle liege gut im Zeitplan und er sei optimistisch, dass es noch vor Weihnachten klappt mit der Verkehrsfreigabe der Unterführung. Darauf hofft auch Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King. Bisher habe er „eine tolle Arbeit“ gesehen. Die Beseitigung des Bahnüberganges sei auch ein Vorteil für den Tourismus im Ort und seiner Umgebung. King freut sich auch über die Verbesserungen für Fußgänger und Radler, die im Frühjahr umgesetzt werden. Wenn die Straße ein paar Tage früher als geplant fertig sei, sei das umso erfreulicher.
Risiko Bahnübergang
Froh, dass die Baustelle Beseitigung des Bahnüberganges endlich abgehakt werden könne, zeigt sich auch Manfred Rauscher von der Deutschen Bahn. Generell seien Bahnübergänge immer ein Risiko. Im konkreten Fall Rubinger Straße sei es „höchste Zeit“ gewesen diesen zu beseitigen. Die Technik war störanfällig und Ersatzteile schwer zu beschaffen.
Der Landkreis habe in den vergangenen Jahren „kräftig Druck gemacht“ und die Bahn AG schließlich bewegt, den Bau, der eigentlich für das Jahr 2027 geplant war, auf 2024 vorzuziehen. Die Kosten werden von der Bahn zu einem Drittel getragen, vom Bund zur Hälfte und zu einem Sechstel vom Freistaat Bayern. Landrätin Indra Baier-Müller dankte allen Beteiligten und nicht zuletzt den Anwohnern, die die Beinträchtigungen ertragen hätten.
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