Winter sorgt für Idylle und Gefahren - Schneefall lässt alte Eishockey-Forderung wieder laut werden

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Das Spiel musste im dichten Schneetreiben abgebrochen werden. © Peter Wenger

Eis, Kälte und Schnee haben auch die Brucker Region fest im Griff. Viele freut der Wintereinbruch – er birgt aber auch Gefahren, sorgt für Probleme – und bringt eine alte Forderung wieder aufs Tapet.

Fürstenfeldbruck/Germering - Mehrere Wasserwachten in der Region haben jetzt davor gewarnt, Eisflächen auf den Seen der Region zu betreten. „Wir warnen vor dem Betreten der Eisdecke! Auch wenn die Eisdecke am Germeringer See geschlossen aussieht, trägt sie einen Menschen nicht sicher. Es besteht Lebensgefahr“, schrieb etwa die Wasserwacht Germering in den Internet-Netzwerken.

Ähnliches veröffentlichte die Wasserwacht in Fürstenfeldbruck: „Das Betreten der Eisfläche am Pucher Meer, sowie auf den anderen Seen im Umkreis ist lebensgefährlich! Die Eisschicht ist aktuell noch deutlich zu dünn“, heißt es dort. Bei Gefahr in Verzug gelte immer: Die 112 wählen.

Der Schneefall am Freitagabend traf unterdessen die zweite Mannschaft der Brucker Eishockey-Spieler auf unangenehme Art. Im Freiluft-Stadion ohne Dach machten die Flocken die Eisfläche unbespielbar, ein Bezirksliga-Spiel musste abgebrochen werden. Prompt ging ein Brief an die Stadträte mit der Bitte raus, in Sachen Stadion-Dach endlich etwas zu unternehmen. Am selben Abend kam ein 19-jähriger Fahranfänger aus Emmering zwischen Germannsberg und Gilching aufgrund der Winterglätte von der Fahrbahn ab und kollidierte laut Polizei mit der Leitplanke. Der Sachschaden wird auf rund 10 000 Euro geschätzt.

Sprung nach dem Ball: Ein Hund hat viel Spaß.
Sprung nach dem Ball: Ein Hund hat viel Spaß. © Privat

Gleichzeitig genießen viele Spaziergänger die verschneite Landschaft, Tiere haben ihren Spaß im Schnee. Und es bleibt kalt. Die Temperaturen sinken weiter, in der Nacht auf Mittwoch könnte es sogar zweistellige Minusgrade geben. Niederschläge sind, wenn überhaupt, erst gegen Ende der Woche zu erwarten.

Der Holzkirchener Weiher als Eislandschaft.
Der Holzkirchener Weiher als Eislandschaft. © Fritzen

Dass der EVF bis dahin ein Dach haben könnte, gilt als unwahrscheinlich – trotz des laufenden Wahlkampfs, wo das Thema Eisstadion mal wieder aufploppt. „Für den Eissport in Fürstenfeldbruck scheint man sich seit Langem nicht mehr ernsthaft zuständig zu fühlen. Statt die sportlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, begnügt sich die Stadt mit minimalen Erhaltungsmaßnahmen – offenbar ausreichend, um sich selbst weiterhin als ,Eissportstadt´ zu vermarkten, aber nicht ausreichend, um einen geregelten Spielbetrieb sicherzustellen“, heißt es in dem Brief aus dem EVF-Lager an die Brucker Stadträte. Gewarnt wird vor sportlichem Rückschritt, Vereinsfrust und dem Verlust der Sportkultur.