Wolfgang Grupp schießt scharf gegen die Politik und fordert Neuwahlen: „Die Regierung muss weg“

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Die Ampelregierung steht immer mehr in der Kritik. Auch Unternehmer Wolfgang Grupp hält von der aktuellen Politik nichts und fordert Neuwahlen.

Burladingen - „Wer glaubt, dass er jetzt handzahm geworden ist, der irrt gewaltig“, sagte Elisabeth Grupp über ihren Ehemann Wolfgang, der zum 1. Januar 2024 die Trigema-Geschäftsführung an seine Kinder Bonita Grupp und Wolfgang Grupp Junior übergeben hatte.

Und wie dieser bei der Berliner „MyWay-Konferenz, der Strategie-Gipfel für Familienunternehmen“ eindrucksvoll zeigte, hat der Unternehmer tatsächlich nichts an Feuer verloren. Wie gewohnt polterte der 82-Jährige los und wetterte diesmal gegen die aktuelle Ampelregierung.

Wolfgang Grupp Junior: Regierung sorgt für „Instabilität“

Wolfgang Grupp Junior schlug im Vergleich noch leise Töne an und sprach davon, der Regierung um Kanzler Olaf Scholz (SPD) nicht zu vertrauen. Denn die Politik sei seiner Meinung dafür da, um in Krisenzeiten einzuschreiten, wie bei der Corona-Pandemie geschehen. Aktuell bringe die Regierung allerdings, so Grupp Junior, eine „Instabilität in den Markt“. Ihm nach sei der „Bürokratie-Wahn“ das größte Problem, weshalb sich viele Firmen dazu entscheiden würden, im Ausland zu produzieren.

Sein Vater Wolfgang Grupp Senior ging mit der Ampel derweil noch härter ins Gericht und forderte unverhohlen: „Die Regierung muss weg.“ In dieser Hinsicht verstehe er besonders Christian Lindner (FDP) nicht, denn dessen Wähler seien schon längst „abgesprungen“ und ihm fehle dennoch der Mut, „die Regierung, die keiner will, aufzulösen.“ Grupp glaube nämlich daran, dass die FDP bei Neuwahlen wieder an Stimmen gewinnen würde.

Unternehmer Wolfgang Grupp (l.) hat vor allem von Christian Lindner (r.) mehr erwartet. © IMAGO / VIADATA/dts Nachrichtenagentur

Wolfgang Grupp: „Deshalb muss die Regierung weg und neu gewählt werden“

Die aktuelle Situation, in der Politiker nur an ihrem „Stuhl festhalten“, fördere laut dem Unternehmer Unruhen und gebe Protestwählern Futter. Grupp: „Wir brauchen wieder Politiker, die auch den Mut haben, zu einer Unmöglichkeit Nein zu sagen und etwas anderes zu machen. Deshalb muss die Regierung weg und neu gewählt werden.“

Grupp baute im baden-württembergischen Burladingen das Textilunternehmen Trigema auf. Immer wieder äußerte er sich auch politisch, wie im Interview mit unserer Redaktion. Damals sagte Grupp: „20 Jahre mit Herrn Putin befreundet und jetzt plötzlich Todfeind – das gibt es nicht.“

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