„Planeten-Parade“ am Abendhimmel: So sehen Sie alle sieben Planeten gleichzeitig

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Die Planeten des Sonnensystems strahlen auch im Februar am Abendhimmel. An einigen Tagen kann man sogar alle sieben Planeten als „Planeten-Parade“ bewundern.

München – Wer Planeten beobachten möchte, hat schon seit einigen Wochen viele gute Gelegenheiten. Jupiter, Venus und Mars sind am Himmel aufgrund ihrer Helligkeit kaum zu übersehen und lange Zeit war auch Saturn ein prominentes Beobachtungsobjekt. Seine Zeit am Abendhimmel geht nun langsam zu Ende – doch bevor er sich für die kommenden Monate vom Himmel verabschiedet, sorgt er gemeinsam mit dem Planeten Merkur noch für ein Himmels-Highlight: Eine „Planeten-Parade“ mit allen sieben Planeten, die gleichzeitig zu sehen sind.

Derzeit fehlt nur ein Planet, um die Parade vollständig zu machen. Zu sehen sind neben den hell leuchtenden Himmelskörpern Jupiter, Venus und Mars auch noch der schwach leuchtende Saturn sowie (mit Teleskop oder Fernglas) Neptun und Uranus. Im Februar stößt zu dieser illustren Runde auch noch der Planet Merkur dazu. Einige Tage lang überschneidet sich seine Sichtbarkeit mit der des Saturn, ehe der sich Ende Februar vom Abendhimmel verabschiedet. Das bedeutet: Für einige Tage ist eine vollständige „Planeten-Parade“ mit allen sieben Planeten am Himmel zu sehen.

„Planeten-Parade“ mit allen sieben Planeten: Merkur und Saturn machen es möglich

Saturn und Merkur bewegen sich einige Tage lang quasi entgegengesetzt: Während Merkur abends immer höher am Himmel auftaucht, sinkt Saturn immer weiter in Richtung Horizont und verschwindet noch im Februar vollständig vom Abendhimmel – um Anfang Mai am Morgenhimmel wieder aufzutauchen. Um beide Planeten zu erwischen, rät Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), am 25. Februar kurz nach Sonnenuntergang Ausschau zu halten. Merkur und Saturn stehen im Westen am Himmel, zu finden sind sie relativ tief über dem Horizont und nahe beieinander.

Der Planet Jupiter am Abendhimmel. (Archivbild)
Der Planet Jupiter am Abendhimmel. (Archivbild) © Peter Komka/MTI/dpa

Ein freier Blick zum Horizont ist daher unabdingbar, um die beiden Planeten überhaupt zu sehen. Alle sieben Planeten des Sonnensystems kann man nur gleichzeitig am Himmel beobachten, weil sie sich derzeit alle auf derselben Seite der Sonne befinden. Und auch wenn Saturn und Merkur am frühen Abend untergegangen sind, bleibt der Himmel faszinierend. Schließlich sind dann immer noch die hellen Planeten Venus (im Westen, höher und heller als Saturn und Merkur), Jupiter (hell und hoch im Süden) und Mars (hell und hoch im Südosten) zu sehen.

„Planeten-Parade“: Helle Planeten Mars, Venus und Jupiter dominieren den Himmel

Den Planeten Mars erkennt man an seiner rötlichen Färbung, Jupiter kann man ebenfalls ganz leicht identifizieren: schon mit einem Fernglas kann man seine vier größten Monde erkennen. Die Venus zeigt im Teleskop, dass sie Phasen wie der Mond hat. Mit einem Teleskop kann man außerdem Uranus (in der Nähe des Jupiter) und Neptun (zwischen Venus und Merkur/Saturn) entdecken. Die beiden sind zu weit entfernt, um sie mit bloßem Auge sehen zu können – machen die „Planeten-Parade“ aber vollständig. (tab)

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