Im Landkreis Regensburg wird ein toter Wolf entdeckt. Zunächst wurde angenommen, dass das Tier überfahren wurde - nun wendet sich das Blatt.
Regensburg - Im Herbst 2024 wird im Landkreis Regensburg ein toter Wolf entdeckt. War das Tier Opfer eines Verkehrsunfalls oder wurde es absichtlich getötet? Diese Frage beschäftigt nun die Ermittlungsbehörden.
Toter Wolf im Landkreis Regensburg gefunden: Wurde er doch nicht überfahren?
Nach dem Fund des toten Wolfes im Landkreis Regensburg hat das Landesamt für Umwelt (LfU) die Ermittlungsbehörden eingeschaltet. Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) berichtete unter Berufung auf Untersuchungsergebnisse des Leibniz-Instituts für Wildtierforschung in Berlin, dass der im Herbst 2024 bei Pettendorf gefundene Wolf „nicht wie zunächst vermutet überfahren, sondern mutmaßlich durch einen Schuss getötet“ worden sei.
Das LfU äußerte sich auf Anfrage nicht konkret zu den Details. Der Fall sei wegen des Verdachts auf eine Straftat „an die damit nun zuständigen Strafverfolgungsbehörden abgegeben“ worden, erklärte eine Sprecherin des Landesamtes. Es werde ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vermutet.
Wolf in Bayern getötet? LBV setzt Belohnung auf mutmaßlichen Täter auf
Andreas von Lindeiner, der LBV-Landesfachbeauftragte, sieht in diesem Vorfall einen „weiteren Beleg dafür, dass in Bayern immer wieder Wölfe illegal geschossen werden“. Der Landesbund hat eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise auf den mutmaßlichen Täter ausgesetzt. „Wir akzeptieren keine illegalen Tötungen von Wildtieren“, betonte Lindeiner. (Quelle: dpa) (kam)
Ein toter Wolf in der Oberpfalz führt zu Ermittlungen gegen den Überbringer. Die Untersuchung brachte dann eine überraschende Wendung.