im Rahmen des Jubiläumsprogramms zur 950-Jahr-Feier von Gmund starten ab Samstag, 3. Mai, unterhaltsame Ortsführungen mit Stationstheater. Heimatführer und Mitglieder der Seegeister wirken mit.
Gmund - Was haben der einstige Bundeskanzler Ludwig Erhard und seine Zigarren mit Gmund zu tun? Warum heißt die Maria-Hilf-Kapelle auch Pest- und Kriegerkapelle? Was hat es mit dem Wilden Jager von Gmund und der Jägerschlacht im Grund auf sich, die dem Jagerhaus ihren Namen gab? Warum steht ausgerechnet vom Schriftsteller Thomas Mann ein Denkmal an der Seepromenade? Welche Rolle hat Hanns Reiffenstuel für Gmund gespielt? Es sind für die Historie von Gmund ganz entscheidende Geschichten, die bei den historischen Ortsführungen mit Stationstheater erzählt werden. Diesen Samstag, 3. Mai, beginnen die Führungen, die nicht nur den Auftakt für das umfangreiche Jubiläumsprogramm von 950 Jahre Gmund darstellen, sondern auch bereits einen ihrer Höhepunkte.
Die Idee für die überaus lebendig dargestellten Ortsführungen hatte Dritte Bürgermeisterin Christine Zierer. Weil sie selbst eine solche Führung schon in einer deutschen Stadt erlebt hatte und davon begeistert war, brachte sie den Vorschlag bei der Ideenwerkstatt im Vorfeld der Jubiläumsplanung ein. „Alle waren sofort Feuer und Flamme“, berichtet Bettina Prestel, die in der Gemeinde das Jubiläumsprogramm koordiniert.
Ortsführung mit Theater: Ein unterhaltsamer Spaziergang durch die Geschichte
Drei Heimatführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) – Elisabeth Schönleben, Anna Scharlipp und Eckart von Zons – und etwa 20 Mitglieder des Gmunder „Seegeister“ bestreiten die Ortsführungen unter dem Titel „950 Jahre Gmund – Was für ein Theater“. Während die Heimatführer die Teilnehmer zu neun Stationen begleiten und jeweils Wissenswertes berichten, schlüpfen die Seegeister in die Rollen der jeweils historisch wichtigen Personen oder stellen Szenen dar. Da steigen am Bahnhof, wo die Führungen beginnen, etwa Urlauber ausgerechnet aus Düsseldorf aus dem Zug, am Ludwig-Erhard-Platz geht rund um das Denkmal der Rauch der Zigarren auf, die Maria-Hilf-Kapelle ist Schauplatz für eine Erinnerung an ein grausiges Pest-Kapitel. Viehzüchter Max Obermeier wird am Kirchenfriedhof besucht. Dass auch das Geheimnis um die Totenköpfe an der St. Ägidiuskirche gelüftet wird, kündigt Bettina Prestel als einen der Höhepunkte an.
950 Jahre Gmund: Ortsführung setzt Historie ins Szene
„Da wird unterhaltsam“, verspricht Prestel und erwähnt auch den Aufwand, den die Seegeister mit ihren Kostümen und Masken betreiben. Zehnmal gibt‘s Gelegenheit, die kurzweilig in Szene gesetzten historischen Ereignisse und Erinnerungen an Gmunder Persönlichkeiten zu erleben. An den Samstagen 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli, 2. August, 6. September und 4. Oktober jeweils um 16 Uhr sowie an den Donnerstagen, 19. Juni, 17. Juli, 21. August und 18. September, jeweils um 17.30 Uhr. Dauer: jeweils zwei Stunden. Los geht‘s immer an der Tourist-Info, Wiesseer Straße 1, im Bahnhof. Die Teilnahme kostet 13 Euro, Kinder und Jugendliche (16 bis 18 Jahre) neun Euro, Kinder bis zum 15. Lebensjahr in Begleitung Erwachsener sind frei. Festes Schuhwerk und witterungsgemäße Kleidung wird empfohlen. Die Anmeldung ist bis zum Veranstaltungsbeginn möglich. Tickets über die Tegernsee App (www.tegernsee.bayern) und in allen Tourist-Infos am Tegernsee. Infos auch bei der TTT unter Tel. 0 80 22 / 9 27 38 23.