Die Probleme des FC Bayern wurden im Spiel gegen den BVB deutlich. Was gibt den Münchnern Hoffnung gegen Inter?
München – So wird das nichts mit dem Weiterkommen am Mittwoch ...
Beim FC Bayern herrscht Alarm in der Verteidigung! Gegen Inter nutzten die Gegner zwei Chancen für zwei Tore, und auch beim 2:2 in der Liga gegen einen fast erschreckend harmlosen BVB kassierten die Münchner zwei vermeidbare Gegentreffer.
Kurioserweise spielten die Bayern zuletzt gegen Leverkusen zu Null. In der Liga endete das Spiel im Februar glücklich 0:0, und in der Königsklasse sicherten sie sich im März mit 3:0 und 2:0 souverän das Weiterkommen.
Seitdem mussten sie jedoch immer wieder Gegentore hinnehmen, selbst gegen Abstiegskandidaten wie den VfL Bochum (2:3) oder den 1. FC St. Pauli (3:2).
Die Bayern stehen vor dem Inter-Spiel vor einem großen Abwehrproblem
Die Verletzungsmisere setzt den Bayern zu. Besonders beunruhigend ist, dass keiner der verbleibenden Defensivspieler derzeit in Bestform ist. Vincent Kompanys größte Herausforderung am Mittwoch ist nicht die Stärke von Inter, sondern die Anfälligkeit der Bayern-Abwehr.
Minjae Kim (Münchner-Merkur-Note 5) schleppt sich seit Wochen durch die Spiele und sollte im März wegen seiner Achillessehnenprobleme eigentlich geschont werden. Doch aufgrund der Verletzung von Dayot Upamecano ist Kompany auf ihn angewiesen.
Eric Dier spielt solide, erfüllt aber nicht die höchsten Ansprüche. Beim Ausgleich durch Guirassy hätte man den BVB-Stürmer entscheidender stören können.
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Josip Stanisic ist kein Linksverteidiger von internationalem Format. Das wurde auch gegen Dortmund deutlich, wo der 25-Jährige defensiv solide, aber offensiv schwach agierte. Auf der anderen Seite zeigt auch Konrad Laimer kein Top-Niveau.
Kompanys größte Sorge vor Mittwoch ist nicht Inter Mailand
Das Problem: Durch die langfristigen Ausfälle von Alphonso Davies, Hiroki Ito und Upamecano fehlen Kompany in den kommenden Wochen die Alternativen. Einzig Allzweckwaffe Raphaël Guerreiro konnte der Coach gegen den BVB einsetzen, diesmal immerhin links hinten.
Da Ito und Davies mehrere Monate ausfallen und erst im Herbst zurückkehren dürften, werden die Bayern-Bosse im Sommer genau überlegen, ob sie nicht Verstärkungen für die Abwehr suchen.
Zwar kehrt Youngster Adam Aznou spätestens zur Klub-WM von seiner Leihe bei Real Valladolid zurück, aber ob der 18-Jährige bereits die Qualität für einen Stammplatz beim FC Bayern hat, bleibt fraglich.
Kompany muss mit seinem Team die Saison jetzt irgendwie über die Ziellinie bringen. In der Bundesliga bedeutet das, die sechs Punkte Vorsprung auf Bayer Leverkusen in den verbleibenden fünf Partien zu verteidigen.
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Reicht‘s gegen Inter? Thomas Müller blickt neidisch zum FC Barcelona
Und in der Champions League? Thomas Müller schaut neidisch zum FC Barcelona: „Wenn wir uns jetzt die Jungs aus Barcelona anschauen, die bekommen auch mal drei, aber die schießen halt vier“, sagte er am Samstagabend in der Mixed Zone nach dem BVB-Spiel, das unter anderem auf Amazon Prime übertragen wurde, mit einem sehnsüchtigen Blick zu Ex-Coach Hansi Flick.
Da der Rekordmeister in der Offensive derzeit ebenfalls Ladehemmungen hat, steht den Münchnern am Mittwoch im Giuseppe-Meazza-Stadion eine Mammutaufgabe bevor: Möglichst kein Gegentor kassieren und mindestens zwei selbst erzielen.
Drücken wir die Daumen, dass das gelingt … (smk)
Aus der Allianz Arena berichtet Florian Schimak