„Er war sichtlich gerührt“: Fußball-Klub will Stadion nach verstorbenen Papst umbenennen

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San Lorenzo plant ein neues Stadion zu Ehren von Papst Franziskus. Der Papst war ein leidenschaftlicher Fan des argentinischen Vereins.

Buenos Aires – Papst Franziskus war nicht nur ein geistliches Oberhaupt, sondern auch ein leidenschaftlicher Fußballfan. Sein Herz schlug besonders für den argentinischen Fußballklub San Lorenzo, bei dem er sogar Mitglied war. Nun möchte der Verein seinem berühmtesten Anhänger eine besondere Ehre erweisen: Ein neues Stadion soll nach dem verstorbenen Papst benannt werden. 

Vereinspräsident Marcelo Moretti hat sich die Zustimmung des Papstes im vergangenen Jahr persönlich eingeholt, als er ihn im Vatikan besuchte.

„Bei diesem Besuch habe ich ihm viele Geschenke des Vereins mitgebracht und ihn um die Erlaubnis gebeten, das neue Stadion, das wir im Stadtteil Boedo bauen werden, nach ‚Papst Franziskus‘ zu benennen. Er stimmte dem zu und war sichtlich gerührt“, erklärte Moretti in einem offenen Brief, der in der Sportzeitung Marca veröffentlicht wurde.

Der verstorbene Papst Franziskus war ein glühender Fußballfan seines Heimatklubs.
Der verstorbene Papst Franziskus war ein glühender Fußballfan seines Heimatklubs. © Club Atletico San Lorenzo De Alm/dpa

Lieblingsverein erweist Papst Franziskus die letzte Ehre

Das geplante Stadion soll Platz für 55.000 Zuschauer bieten und der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen. Zudem wird die neue Arena eine zentrale Halle haben, in der ein vom Papst signiertes Trikot ausgestellt wird. Dieses symbolische Trikot hatte der Papst bei dem Besuch unterschrieben, und es soll bei der Einweihung des Stadions einen besonderen Platz erhalten.

„An diesem Tag hat er ein symbolisches Vereinstrikot für uns unterschrieben, das wir aufbewahren, und wenn das Stadion eingeweiht wird, werde ich es in der zentralen Halle aufhängen, damit alle Fans unserer Mannschaft es sehen können“, sagte Moretti.

Die Verbindung des Papstes zu San Lorenzo

Der Papst hatte San Lorenzo in einer schwierigen Phase unterstützt. Nach seinem Amtsantritt im Jahr 2013 erlebte der Verein eine „Wiederauferstehung“, erzählte Moretti in einem Radiointerview und gewann noch im selben Jahr die Meisterschaft. 2014 folgte der bis dato größte Erfolg des Klubs: der Gewinn der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Gegenstück zur europäischen Champions League.

Diese Erfolge werden auch mit dem besonderen Engagement und der Unterstützung des Papstes in Verbindung gebracht. Derweil lässt ein anderer Fußball-Klub mit einer gruseligen Serie um den verstorbenen Papst aufhorchen.

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Trauer und Gedenken: San Lorenzo ehrt den verstorbenen Papst Franziskus

Seit dem Tod von Papst Franziskus hat San Lorenzo eine offizielle Trauerphase eingeleitet. Die Kapelle auf dem Klubgelände war zunächst geschlossen, wird jedoch ab Mittwoch täglich bis 21 Uhr geöffnet, um Fans und Trauernden die Möglichkeit zu geben, Abschied zu nehmen. Ein improvisierter Altar mit dem Bildnis des Papstes lädt zum Gebet ein.

Auch sportlich wird San Lorenzo seines Ehrenmitglieds gedenken. Beim nächsten Heimspiel gegen Rosario Central am Samstag wird der Klub in speziellen Trikots auflaufen, um dem Papst zu ehren. Neben dem Papst trauert die Fußballwelt auch um eine Torwart-Ikone – er legte den Grundstein für Manuel Neuer.

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