Amtswechsel im Tölzer Notariat: Michael Leitenstorfer (62) will sich im Ruhestand verstärkt seinem Nebenberuf widmen. Als Notarin nimmt Sonja Karl Pelikan seinen Platz ein.
Bad Tölz – Bei einem Besuch beim Notar geht es oft um wichtige Weichenstellungen im Leben: Themen können zum Beispiel die Beurkundung von Immobilienkäufen, die Unternehmensnachfolge, das Testament, der Ehevertrag oder auch eine Vorsorgevollmacht sein. In Bad Tölz gibt es für die Bürger dabei jetzt eine neue Ansprechpartnerin: Sonja Karl Pelikan hat zum 1. August die Nachfolge von Michael Leitenstorfer angetreten, der in den Ruhestand geht.
Bad Tölz: Notar Leitenstorfer im Ruhestand
Es werde wohl eher ein „Unruhestand“ sein, meint Leitenstorfer mit einem Schmunzeln. Denn der 62-Jährige geht davon aus, dass er weiter Notarvertretungen übernehmen wird, „weil mir der Beruf nach wie vor viel Spaß macht“, wie er sagt. Besondere Freude hatte er immer dann, wenn er in scheinbar verfahrenen Situationen, etwa bei Erbstreitigkeiten, „mit Impulsen und Zeit zu einer friedlichen Lösung beitragen konnte“. Im Ruhestand möchte er sich zudem verstärkt seinem Nebenberuf als Eheberater widmen und denkt darüber nach, ein Theologie-Studium in Angriff zu nehmen. Leitenstorfer hatte am 1. Oktober 2009 die Nachfolge von Joseph Safferling übernommen und leitete das Tölzer Notariat seither zusammen mit seinem Kollegen Norbert Dolp. 2014 zog das Notariat von der Bahnhofstraße auf die Flinthöhe um, an die Albert-Schäffenacker-Straße 7.
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Sonja Karl Pelikan führte in den vergangenen 13 Jahren ein Einzelnotariat in Waldsassen im Landkreis Tirschenreuth. Der Wechsel aus der Oberpfalz nach Oberbayern bedeutet für sie ein Stück Heimkommen. „Ich stamme aus dem Münchner Osten und war schon von Kindheit an viel mit meinen Eltern und Freunden in Bad Tölz und beim Skifahren in Lenggries unterwegs“, sagt die 45-Jährige.
Neue Tölzer Notarin richtet Homepage ein
An ihr Jura-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München hängte Sonja Karl Pelikan noch ein Masterstudium in New York. Ihre dreijährige Zeit als Notarassessorin, also Anwärterin auf das Notaramt, verbrachte sie in Bischofsheim, Deggendorf und München. Nach Bad Tölz zieht sie nun mit ihrem Ehemann und zwei Kindern (7 und 9).
An ihrem Beruf gefällt ihr besonders, Menschen in verschiedenen Lebensphasen zu begleiten und dabei eine Art „Übersetzungshilfe“ zu leisten: „Ich möchte gern hochkomplexe rechtliche Themen so rüberbringen, dass es verständlich wird.“ In einer kleineren Stadt wie Bad Tölz freut sie sich zudem auf den guten persönlichen Kontakt mit den Mandanten. Den pflegt sie auf verschiedenen Wegen. So gehörte zu ihren ersten Amtshandlungen die Einrichtung einer Internetseite (www.notare-toelz.de). Und bei einem Tag der offenen Tür am 29. September gibt es die Gelegenheit, die Tölzer Notare persönlich kennenzulernen. (ast)