Gewerbeschau im Oberland geplant: Handwerker stellen Weichen

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Ehrungen beim Handwerkerverein Gaißach: (vorne, v. li.) Katharina Hohenreiter (Fiseurmeisterin), Lena Leichmann (Hauswirtschaftsmeisterin und Staatspreisträgerin), Maria Mayer (Staatspreis für Ausbildung zur Industriekauffrau) und Josefa Müller (Verkaufsleiterin) sowie (hinten, v. li.) Bürgermeister Stefan Fadinger, Christian Hartl (Meister Kältetechnik), Thomas Fadinger (Meister Garten- und Landschaftsbau), Schorsch Brandhofer (Mechanikermeister), Florian Fischhaber (Fliesenlegermeister), Hans Haslinger (Zimmerermeister), Thomas Gaisreiter (Kassier), Martin Oswald (Schriftführer), Hans Ertl (Fähnrich) und Peter Margreiter (Erster Vorstand). © Hans Demmel

Bei der Jahresversammlung des Handwerkervereins Gaißach wurden die ersten Weichen für eine Gewerbeschau gestellt. Diese soll 2027 stattfinden.

Gaißach – Es war der Höhepunkt in der Jahreshauptversammlung des Handwerkervereins Gaißach: Mit einem Präsent ehrte die Vorstandschaft zahlreiche junge Mitglieder, die mit Erfolg die Meisterprüfung abgelegt haben oder als Staatspreisträger ausgezeichnet worden sind. Auch Bürgermeister Stefan Fadinger gratulierte: „Es ist erfreulich, dass viele heimische Jugendliche einen Handwerksberuf erlernen und darin erfolgreich sind. Ihr könnt stolz auf eure Arbeit und die vollbrachten Leistungen sein. Die Meisterprüfung abzulegen, ist keine einfache Sache.“ Der Bürgermeister freute sich auch über das starke Ausrücken des Vereins zum Jahrtag und dankte den Mitgliedern für ihr tägliches Anpacken im Betrieb: „In der heutigen Zeit kein Ding der Selbstverständlichkeit.“

Langjährige Mitglieder geehrt

Begonnen hatte der Jahrtag mit einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder. Danach traf man sich im Gasthaus Isarwinkel zur Rückschau, aber auch, um einen Blick nach vorne zu werfen. Nach der Begrüßung durch Vorstand Peter Margreiter gab es von Schatzmeister Thomas Gaisreiter einen äußerst erfreulichen Kassenbericht zu hören. Mit ein Grund für den starken Zugewinn war die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung. Margreiter blickte auf sein erstes Jahr als Vorstand zurück und nannte besonders das zeitaufwendige Sammeln „eine bärige Sach“. Beim Ortswettkampf anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Musikheims ging der Handwerkerverein unter 24 teilnehmenden Teams als Sieger hervor. „Da kamen wir auf den ersten Platz, dafür waren wir bei der anschließenden Feier die Letzten“, scherzte Margreiter. In seiner Vorausschau ging der Vorstand auf die mögliche Streichung des Antlaßsonntags ein: „Wir wollen das Dorfleben, Tradition und Brauchtum erhalten. Notfalls sollten wir den Feiertag sogar ohne Geistlichkeit erhalten.“

„Eine starke Wahlbeteiligung wäre wünschenswert.“

Zuletzt wurden die Anwesenden noch nach ihrer Meinung zu einer Gewerbeschau im August 2027 gefragt. Die Abfrage fiel äußerst positiv aus. Bürgermeister Fadinger ging auf die im März anstehenden Kommunalwahlen ein: „Ich freue mich, dass sich viele junge Mitbürger zur Wahl stellen und für ihre Heimatgemeinde Verantwortung übernehmen wollen“, sagte er. „Eine starke Wahlbeteiligung wäre wünschenswert.“