Eine Gruppe ehemaliger Kindergartenkinder des Temenos-Familienhauses begeisterte mit einer lebendigen Aufführung. Ihre Darstellung der „Unendlichen Geschichte“ fesselte das Publikum.
Gelting – „Die Kinder hatten mir am Anfang unserer Treffen erzählt, dass sie oft keinen Raum haben für Phantasien. Deshalb passt dieses Stück perfekt in unsere Zeit. Wir müssen der Phantasie wieder mehr Beachtung und Raum schenken“, meint Chiara Stöckle. Es scheint, als kämpfe sie mit den Tränen, als Stöckle kurz vor der Aufführung des Theaterstücks „Die Unendlichen Geschichte“ erzählt, warum sie gerade diese Geschichte gemeinsam mit zwölf ehemaligen Kindern des Temenos-Familienhauses auf die Bühne bringt.
Zuerst lasen die Kinder gemeinsam „Die unendliche Geschichte“
Fast fünf Monate traf sich die Gruppe, um „Die unendliche Geschichte“ zunächst zu lesen, darüber zu sprechen und letztlich gemeinsam ein Theaterstück zu entwickeln und einzuüben. Kürzlich wurde das Stück nun vor den begeisterten Familien und Freunden der Kinder im rappelvollen Hinterhalt in Gelting aufgeführt.
Aktuelle Nachrichten aus Geretsried lesen Sie hier.
„Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende erzählt den Weg des einsamen und traurigen Jungen Bastian, der ins Land Phantasien gerufen wird, um es vor dem Nichts und seinem Untergang zu retten. Auf seinem Weg übersteht er gefährliche Abenteuer, die er nur meistert, weil er gute Freunde und Helferinnen an seiner Seite hat. Vielschichtig wie die Geschichte, spielten auch die Kinder ihre lautstarken, fiesen, lustigen und nachdenklichen Rollen. Fast zwei Stunden beeindruckten sie das Publikum als phantastische Wesen einer zauberhaften Welt.
Theatergruppe erfuhr viel Unterstützung
Am Anfang sei überhaupt nicht klar gewesen, wie groß dieses Projekt werden würde, erklärt Stöckle, die früher als Erzieherin das Temenos-Familienhaus in Gelting leitete. Dort hatte sie auch die Kinder und Familien kennengelernt, die jetzt gemeinsam mit ihr das Stück umsetzten. Doch die Unterstützung im Umfeld der Theatergruppe wurde im Laufe der Monate immer größer. Neben helfenden Eltern stieß recht bald Johannes Köllner zum Projekt. Er war selbst als Kind im Temenos und absolvierte vor Kurzem eine zweijährige Ausbildung am International Munich ArtLab, kurz IMAL, mit dem Schwerpunkt Darstellende Künste in München. Köllner schuf mit einem eigenem Sound- und Lichtkonzept eine Atmosphäre, die dem Schauspiel eine oft mystische Ebene hinzufügte.
(Unser Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus Ihrer Region. Melden Sie sich hier an.)
Über Wochen hinweg durfte Stöckle mit den Kindern kostenlos im Hinterhalt proben. „Und neben Phantasie in unseren Köpfen brauchen wir auch Räume, in denen wir diese ausleben können. Ein solcher Raum ist für mich der Hinterhalt.“ Martin Kern
Auch interessant
Kommentare
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir erweitern den Kommentarbereich um viele neue Funktionen. Während des Umbaus ist der Kommentarbereich leider vorübergehend geschlossen. Aber keine Sorge: In Kürze geht es wieder los – mit mehr Komfort und spannenden Diskussionen. Sie können sich aber jetzt schon auf unserer Seite mit unserem Login-Service USER.ID kostenlos registrieren, um demnächst die neue Kommentarfunktion zu nutzen.
Bis dahin bitten wir um etwas Geduld.
Danke für Ihr Verständnis!