CSU-Chef Markus Söder will den Rüstungssektor in Bayern stärken. Dafür hat der Ministerpräsident nun ein neues Rüstungsgesetz verkündet.
München – Bayern setzt große Hoffnung auf die Rüstungsindustrie, die im Freistaat schon heute stark vertreten ist. Ein „Defense Lab“ auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Erding soll als Drohnen-Testgelände und Forschungsraum im Bereich Cyber-Sicherheit zusätzliche Attraktivität schaffen.
Rüstungssektor in Bayern: Söder will mit Rüstungsgesetz Ansiedlung vereinfachen
Zudem hat Markus Söder am Dienstag (23. September) bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz ein Rüstungsgesetz angekündigt, das die Ansiedlung weiterer Firmen in Bayern, aber auch eine Umorientierung bestehender Betriebe aus anderen Branchen in den Rüstungssektor erleichtert.
Thematisch passend kündigte Söder auch ein Landesamt für Bevölkerungsschutz an, das krisenrelevante Aufgabenbereiche wie eine stabile Krankenhaus-Grundversorgung für den Ernstfall oder auch eine ausreichende Ausstattung mit Schutzräumen bündeln soll.
Bayern als Rüstungsstandort in Europa: Söder will Rüstungssektor noch mehr verstärken
Schon heute ist Bayern Zahlen der Staatskanzlei zufolge einer der wichtigsten Rüstungsstandorte Europas. In 150 Unternehmen arbeiten im Freistaat demnach 120.000 Beschäftigte in der Branche und erwirtschaften einen Umsatz von sieben Milliarden Euro im Jahr. (Sebastian Horsch)