Fraunbergs neue grüne Lunge

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Das Jagahaus in Fraunberg: Auch hier wird bald Hand angelegt. © Thomas Obermeier (EA-Archiv)

In der Ortsmitte in Fraunberg wird sich einiges verändern: Der Ortsplanungs- und Entwicklungsausschluss hat sich vergangenen Donnerstag getroffen, um über die Planentwürfe für den sogenannten Pikopark sowie das weitere Vorgehen beim Jagahaus zu diskutieren. Damit befasst sich dann heute Abend ab 19 Uhr im Gemeindezentrum dann auch der gesamte Gemeinderat.

Fraunberg – „Das ist ein Grundgerüst, das jederzeit veränder- und anpassbar ist“, betonte Bürgermeister Hans Wiesmaier, bevor er die Pläne vorstellte. „Wir müssen nur jetzt in die Puschen kommen, weil die Fördermittel eine zeitliche Begrenzung in der Umsetzung haben.“

Der Pikopark soll in der Ortsmitte gegenüber des Gemeindezentrums entstehen. Aktuell ist dort ein Parkplatz. Mittel von 150000 Euro aus einem kfw-Förderprogramm winken bis Juni 2026. Also muss im Herbst bepflanzt werden.

Ziel sei, „dass dem Klima Rechnung getragen wird“, so Wiesmaier. Angedacht sind Beschattungsräume und ein Rückzugsort für Tiere. „Ein ganz guter Aspekt ist, dass wir den Platz erlebbar machen wollen“, so Wiesmaier. Dabei erinnerte er an das Maibaumaufstellen 2024, als die Ortsmitte mit Leben gefüllt gewesen sei. Sonnensegel oder -schirme stehen zur Auswahl. Auch ein Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten oder Spielgeräten für Kinder sind im Gespräch. Oder Stufen zum Sitzen.

Kosten sparen beim Jagahaus

Doch vor allem grün soll der Park werden, mit Stauden und Straßenbegleitgrün. Die drei Linden zur Straßenseite bleiben. Wichtig sei auch das Thema Wasser, fügte Wiesmaier an. Sei es mit einem Trinkbrunnen oder Ähnlichem. Zuhörer merkten zudem an, dass für die Bushaltestelle eine ordentliche Beleuchtung fehle.

Die Förderungen für das Jagahaus laufen bis Februar 2027. Vom Amt für ländliche Entwicklung stehen der Gemeinde, unabhängig von den Kosten, 580 000 Euro zur Verfügung. Für die Heizung stehen 122 500 Euro bereit. Die geschätzten Kosten betragen derweil 300 000 Euro. „Wir haben die Planung so weiterentwickelt, dass wir kostensparender und pragmatischer werden“, sagte Wiesmaier. Der Plan sei, das Haus im Ursprung aus dem Jahr 1914 zu erhalten. Es solle sich ins Ortsbild einfügen. Derzeit sind die Nachbarschaftshilfe, der Krieger- und Soldaten- sowie der Gartenbauverein dort beheimatet.

Im neuen Plan reicht das Haus näher an den Parkplatz des Gemeindezentrums heran, dorthin kommt die Heizung. Zudem soll es ein neues Stuhllager geben, und ein Durchgang ermöglicht einen größtmöglichen Gruppenraum. Statt drei Treppen will man sich auf eine beschränken, was Geld und Platz spart, so Wiesmaier. Auch der Dachstuhl sei erhaltenswert. Dieser werde nicht ausgebaut, sondern erst bei späterem Bedarf betrachtet. Wichtig seien die barrierefreien, von außen begehbaren WCs. So müsse bei Festen im Freien nicht durch das Haus gegangen werden. Im Fokus bei allem: das gesellschaftliche Leben. „Ich bin begeistert, wenn wir das alles so schaffen“, sagte Wiesmaier. Heuer noch soll die Ausschreibung erfolgen. Neben der Ratssitzung heute folgt noch eine Bürgerveranstaltung.

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