Zehnkampf klingt erst mal nach anstrengendem Sport, den nur wenige Erwachsene bewerkstelligen können. Von wegen: Rund 20 junge Fraunberger Ferienprogramm-Kinder haben‘s geschafft – zugegebenermaßen die etwas lustigere Variante.
Fraunberg – Treffpunkt war der Vorplatz des Feuerwehrhauses, Veranstalter der Schützenverein Hubertus. „Wir haben uns einige bekannte Spiele ausgesucht, um den Kleinen etwas Spaß zu bereiten, haben uns aber auch einige neue Disziplinen ausgedacht“, so Vorsitzender Stefan Reiser. Vier Stunden lang ging es hoch her.
Fast wie beim Biathlon
Aufgeteilt in Zweier-Teams, verteilten sich die Kinder auf die zehn Stationen, jede betreut von jungen Mitgliedern des Vereins unter der Oberaufsicht von Jugendleiter Gerhard Zehetner. Nachdem Getränke verteilt und die jeweiligen Spielregeln erklärt worden waren, ging´s los: Wer wollte, konnte etwa mit einem elektronischen Gewehr in der Garage des Feuerwehrhauses auf Zielscheiben schießen, die ebenfalls elektronisch Treffer meldeten – fünf Schüsse im liegenden Anschlag, fünf Schüsse stehend, wie im echten Biathlon-Wettbewerb.
Andere versuchten derweil, auf einem Bobby-Car sitzend einen Parcours zu bewältigen, einen Schubkarren samt „Beifahrer“ auf dem nahe gelegenen Sportplatz zu steuern – alles auf Zeit. An der Stirnseite des Gebäudes jonglierte ein Team – ganz der Klassiker –, ein Kunststoff-Ei auf einem Löffel über eine Slalom-Strecke, daneben konnte mit einem Blasrohr auf Luftballons geschossen werden. Auch das beliebte Dosenwerfen kam dran, ebenso das geschickte Schnappen nach einem kleinen Apfel nur mit dem Mund in einer Schüssel mit Wasser – dazu gab´s nasse Haare und neckische Kommentare der Umstehenden gratis.
Wer gut mit einem Hammer umgehen konnte, bewies das mit gezielten Schlägen auf drei Metall-Stifte. Vom ersten Schlag an zählte eine Digitaluhr die benötigte Zeit – in der Tat keine leichte Übung. Dabei staunten die Kinder nicht schlecht, als Gemeinderat Kai von Fraunberg an dieser Station, eigens erdacht und gebaut von Feuerwehr-Mitglied Raphael Hackl, nur 3,72 Sekunden für drei Nägel brauchte und damit die bisherige Rekord-Liste anführt. Auf Geschicklichkeit kam es auch bei den beiden weiteren Spielen an: beim Tik-tak-toe sowie beim Limo-Pong, wo kleine Bälle in Becher zu werfen waren.
So verging der Nachmittag bei schönstem Wetter und bester Laune, zum Abschluss winkte für alle, freilich unabhängig von den Ergebnissen, ein Stück Pizza.